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Landkreis weitet die Wildunfallprävention an Kreisstrassen aus


Der Landkreis Gifhorn will Maßnahmen zur Verringerung der Wildunfälle im Landkreis Gifhorn ergreifen. Foto: Anke Donner
Der Landkreis Gifhorn will Maßnahmen zur Verringerung der Wildunfälle im Landkreis Gifhorn ergreifen. Foto: Anke Donner Foto: Polizei Wolfsburg

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24.10.2018

Gifhorn. Um weiterhin einen Beitrag für die Verringerung der Wildunfälle im Landkreis Gifhorn zu leisten, hat der Kreisausschuss nach einer Empfehlung des Ausschusses für Verkehr, ÖPNV und Straßenbau in seiner jüngsten Sitzung die Anbringung von Wildwarnreflektoren an Kreistrassen zu bezuschussen.


Wie der Landkreis mitteilte, wird das Projekt mit der Wildunfallkommission und der Jägerschaft Gifhorn entwickelt und wird vom Landkreis Gifhorn seit Ende 2017 bezuschusst.

Bisher wurde der Zuschussgewährung die Wildunfallstatistik der Polizeiinspektion Gifhorn zugrunde gelegt. So wurden Strecken berücksichtigt, die im Vorjahr in der Unfallstatistik mindestens fünf Wildunfälle pro Kilometer aufgewiesen haben. Die Wildwarnreflektoren wurden in einem Abstand von 50 Metern an den betroffenen Streckenabschnitten angebracht. Der Zuschuss des Landkreises Gifhorn beträgt drei Euro pro Wildwarnreflektor.

Reflektoren werden angebracht


Nunmehr können auch außerhalb der polizeilich ausgewiesenen Wildunfallstrecken an Kreisstraßen Wildwarnreflektoren angebracht werden. Somit kann die Ausstattung der Strecken variabler an die örtlichen Gegebenheiten und das Wildvorkommen angepasst werden. Unabhängig von der polizeilichen Unfallstatistik kann nunmehr die Jägerschaft entscheiden, ob aufgrund einer potentiellen Gefährdung durch Wild eine Anbringung von Wildwarnreflektoren an Kreisstraßen notwendig ist.

Dem Landrat ist die Verkehrssicherheit und damit die Vermeidung von Unfällen im Straßenverkehr im Landkreis Gifhorn ein besonderes persönliches Anliegen und wertet daher die Zusammenarbeit mit der Jägerschaft Gifhorn im Rahmen der Wildunfallprävention als wichtige Partnerschaft für den Landkreis. „Die Unfallzahlen sind immer noch sehr hoch. Daher freue ich mich, dass der Landkreis Gifhorn die Gifhorner Jägerschaft bei der Wildunfallprävention weiterhin bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen kann“, sagt Landrat Dr. Andreas Ebel. „Ich begrüße jede Präventionsmaßnahme, die hilft, Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden.“

Die Jägerschaft Gifhorn wird die Verteilung der Zuschüsse an die Hegeringe übernehmen, in deren Gebiet Straßenabschnitte liegen, die die Voraussetzungen erfüllen und dort auch die Reflektoren anbringen. Dabei wird auf eine gleichmäßige Verteilung der Mittel im Kreisgebiet geachtet. Durch den Zuschuss können Streckenabschnitte mit Wildwarnreflektoren neu ausgestattet und bei bereits ausgestatteten Streckenabschnitten die Reflektoren bei Bedarf erneuert werden.

Sachschäden bei Wildunfällen nehmen tendenziell zu. Versicherer, Jäger und Naturschützer, Verkehrs- und Straßenbaubehörden suchen permanent nach Lösungen, um Wildunfälle im Straßenverkehr zu verhindern. Ein Lösungsansatz im Landkreis Gifhorn ist das Anbringen von Wildwarnreflektoren an den Straßen. Aktuelle Studien belegen eine positive Wirkung auf die Wildunfallzahlen durch die Anbringung von Wildwarnreflektoren.


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