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Leinde kämpft um seinen Gemeinderaum



Wolfenbüttel

Leinde kämpft um seinen Gemeinderaum

von Alexander Dontscheff


Leindes Ortsbürgermeister Horst Prediger (stehend) plädierte für den Erhalt seines Gemeinderaums. Foto: Alexander Dontscheff
Leindes Ortsbürgermeister Horst Prediger (stehend) plädierte für den Erhalt seines Gemeinderaums. Foto: Alexander Dontscheff Foto: Alexander Dontscheff

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Wolfenbüttel. Nicht nur Leindes Ortsbürgermeister Horst Prediger stattete dem Jugend- und Sozialausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag einen Besuch ab, auch einige Bürger waren gekommen, um für ihr Anliegen zu kämpfen. Es geht um den möglichen Verlust ihres Gemeinderaums.



Die Stadt rechnet in den kommenden Jahren mit einem erhöhten Bedarf an Betreuungsplätzen in Krippen und Kitas. Dem Jugend- und Sozialausschuss wurde am heutigen Donnerstag eine Beschlussvorlage präsentiert, die auch einige mögliche Sofortmaßnahmen beinhaltet. Eine davon sieht dieSchaffung von Krippen- und Kindergartenplätzen in der Kita Leinde vor, indem der neben der Einrichtung bestehende Gemeinderaum künftig für die Kinderbetreuung mit genutzt wird.

Die "gute Stube" der Gemeinde


Bereits in der Bürgerfragestunde zu Beginn der Sitzung stellten unter anderem Mitglieder der Kirchengemeinde dar, wie intensiv der Raum von ihnen genutzt wird und wie schwer es sein würde, Ersatz zu finden. Unter dem entsprechenden Tagesordnungspunkt nutzte dann Ortsbürgermeister Horst Prediger sein Rederecht, um auch auf die historische Bedeutung des Gemeinderaums hinzuweisen. Es sei "die gute Stube" der Gemeinde, die von allen liebevoll betreut würde. Das gesamte Gemeindeleben und das ehrenamtliche Engagement würden auf dem Spiel stehen. Als Alternativen brachte Prediger ein altes Stallgebäude, das umgebaut werden könnte, sowie die Aufstellung von Containern ins Spiel.

Ein Ortstermin soll Klarheit bringen


Stadtrat Thorsten Drahn, der bereits im Dialog mit Prediger und der Gemeinde steht, versprach, die Sachlage ausgiebig zu prüfen. Auch ein Ortstermin des Ausschusses ist angedacht. Bürgermeister Thomas Pink schlug dann vor, die Beschlussvorlage um den Passus zu ergänzen "Die Verwaltung versucht eine einvernehmliche Lösung mit dem Ortsrat Leinde zu finden". Der Antrag wurde angenommen.


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