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Mängel an Decken: Dachschäden bei 47 Sporthallen


Symbolfoto: Archiv/Vollmer
Symbolfoto: Archiv/Vollmer Foto: Frank Vollmer

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12.01.2017

Braunschweig. Im Sommer 2016 wurden die Unterdecken in den Braunschweiger Sporthallen überprüft. Wie die Verwaltung mitteilte, liegen bis auf die Sporthalle Arminiusstraße, in der Flüchtlinge leben, für alle Hallen die Ergebnisse vor. An 47 Sporthallen muss etwas getan werden.



Von den 74 überprüften Sporthallen müssen laut Gutachter bis 2021 in 27 Hallen die Unterdecken erneuert werden. In weiteren 20 Turnhallen besteht Sanierungsbedarf an den Unterdecken.

Im Jahr 2017 sind bereits Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten in den folgenden Sporthallen vorgesehen: Grundschule Bültenweg, Grundschule Lindenbergsiedlung, Tunica-Sporthalle (Rollschuhbahn/Ruderhalle), Realschule John-F.-Kennedy-Platz, Förderschule Oswald-Berkhan-Schule, Grundschule Lehndorf, Naumburgstraße. Die Schulferien sollen so weit möglich für die Arbeiten genutzt werden, allerdings wird auch die Schulzeit betroffen sein. Die Details werden derzeit abgestimmt und den betroffenen Schulen und Sportvereinen mitgeteilt sobald sie feststehen.

Die Stadt Braunschweig hat für die Sanierung und Erneuerung der Unterdecken umfangreiche Haushaltsmittel vorgesehen: Für die Arbeiten im Jahr 2017 sind 2,8 Millionen Euro eingeplant. In der Finanzplanung für den Zeitraum 2017 bis 2020 sind derzeit insgesamt etwa 13 Millionen Euro vorgesehen.

Viele kleinere Mängel sowie Mängel mit sofortigem Handlungsbedarf wurden bereits behoben. Kurzfristig wird die Unterdecke in der Sporthalle der Grundschule Volkmarode erneuert, die Arbeiten laufen bereits. Die Turnhalle der Grundschule Comeniusstraße ist seit dem 9. Januar wieder für einen eingeschränkten Schulsport nutzbar, die Arbeiten am Dachwerk sind abgeschlossen. Hier werden jedoch voraussichtlich nach ausstehenden Ratsentscheidungen weitere Arbeiten vorgenommen.

Hintergrund der Aktion sind Probleme, die es in Nordrhein-Westfalen mit unsachgemäß befestigten Unterdecken in Hallen aus den 1960er- und 1970er-Jahren gegeben hatte, und die daraus gewonnenen Erkenntnisse. Aus diesem Anlass wurden sämtliche Turn- und Sporthallen in Braunschweig wie in anderen niedersächsischen Kommunen überprüft.


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