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Märchenstunde an der Großen Schule: Von Knusperhexen und bösen Wölfen im Home-Office

Die Lehrerinnen und Lehrer der Großen Schule lesen Märchen für ihre Schüler. Die Audiodateien können auf der Homepage der Schule angehört werden.

Das Gymnasium Große Schule.
Das Gymnasium Große Schule. Foto: Anke Donner

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28.05.2020

Wolfenbüttel. Seit hunderten von Jahren hören Kinder in aller Welt begeistert Märchen. Oft können aber auch ältere Jugendliche und Erwachsene den Geschichten und ihrer Moral etwas abgewinnen und sie sind außerdem die Grundlage für unzählige Romane, Comics oder Filme. Viele Märchen erzählte man sich schon lange Zeit, bevor Märchensammler wie die Brüder Grimm die Erzähler besuchten und sie aufschrieben. Für die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen stehen diese Geschichten bis heute im Deutschunterricht auf dem Lehrplan. Um die eher mündliche Erzähltradition, aus der die zahlreichen Werke hervorgingen, aufrechtzuerhalten, taten sich einige Pädagogen der Großen Schule zusammen und hauchen nun den Unterrichtsinhalten mit ihrer Stimme etwas Leben ein. Auch unter den Bedingungen des „Home-Learning“ soll es den Schülern so möglich gemacht werden, eine Alternative zur bloßen Lektüre zu erhalten und den Texten von den Brüdern Grimm bis Hans Christian Andersen aktiv zu lauschen. Dies teilt die Große Schule in einer Pressemitteilung mit.


„Normalerweise lese ich den Fünftklässlern die Märchen im Unterricht vor und diese bearbeiten dann kreative Interpretationsaufgaben oder analysieren die Merkmale der Texte. Da das ja gerade nicht möglich ist, kam mir die Idee, sie einfach aufzunehmen und den Kindern zukommen zu lassen. Als ich die Kollegen ansprach, um etwas Abwechslung in die Sache zu bringen, erklärten sich sofort viele bereit, mitzumachen“, erklärt der Deutschlehrer und Initiator Alexander Elbel begeistert. „Darüber hinaus steckt auch der Gedanke einer persönlicheren Zuwendung an unsere Schülerinnen und Schüler dahinter, von denen sicher viele genau wie wir die negativen Folgen der Kontaktbeschränkungen zu spüren bekommen.“

„In der Schulleitung sind wir begeistert von den kreativen Ideen der Kollegen, die in dieser Zeit entstehen, aber darüber hinaus Teil des Schullebens bleiben sollen. Besonders lobenswert ist die Verknüpfung von digitalem Lernen mit traditionellem Hören“, meint die Schulleiterin Ute Krause. 
Nach nur kurzer Zeit der Ideensammlung seien so viele Tondateien zusammengekommen, dass an ein einfaches Verschicken per E-Mail nicht mehr zu denken war und die Schule auf ihrer Homepage eine Fortsetzungsreihe anbieten könne, in der in einer digitalen Bibliothek im wöchentlichen Takt altbekannte Klassiker oder auch weniger bekannte Märchen zum Anhören erscheinen. Die Besucherzahlen und Klicks auf die Homepage der vergangenen zwei Wochen hätten bereits ein hohes Interesse von außen gezeigt.


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