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Malteser-Hilfsdienst unterstützte bei Corona-Reihentestung in Kita

Nachdem sich eine Mitarbeiterin mit dem Coronavirus infiziert hatte, waren umfassende Coronatests nötig.

Malteserin Chantal Kolada (links) entnimmt Samuel Finnley einen Rachenabstrich.
Malteserin Chantal Kolada (links) entnimmt Samuel Finnley einen Rachenabstrich. Foto: Lukas/Malteser

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06.10.2020

Braunschweig. 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Kindertagesstätte in der Christian-Friedrich-Krull-Straße in Braunschweig wurden am Montag, 5. Oktober, mit 100 Kindern von den Braunschweiger Maltesern auf das Vorliegen einer Coronainfektion untersucht, nachdem sich eine Kita-Mitarbeiterin infiziert hatte. Dies berichtet der Malteser-Hilfsdienst in einer Pressemitteilung.



So ganz geheuer war Samuel Finnley die Sache nicht. Schnell jedoch hatte Chantal Kolada, die von Kopf bis Fuß in Schutzkleidung steckte, dem Dreijährigen die Scheu genommen. „Jetzt streck mir doch mal richtig die Zunge raus“, munterte die Braunschweiger Malteserin den Jungen auf, der mit seinem Vater zum Coronatest gekommen war. Vorsichtig steckte die junge Frau Samuel ein langes Wattestäbchen in den Rachen und entnahm ihm damit einen Abstrich. Nach wenigen Sekunden schon war eine Belohnung fällig: „Das hast Du gut gemacht“, lobte Chantal Kolada den Dreijährigen. „Wenn Dein Papa es erlaubt, darfst Du Dir jetzt eine Cola nehmen.“ Papa erlaubte und beide verließen die Kita über den Hinterausgang.

Die Entscheidung zur Corona-Reihentestung war am vergangenen Freitag gefallen, nachdem bei einer Kita-Mitarbeiterin eine Coronainfektion diagnostiziert worden war. Auf Anforderung des Gesundheitsamtes organisierte daraufhin die Berufsfeuerwehr Braunschweig den Einsatz und holte dafür die Malteser mit ins Boot, die wiederum durch fünf Mitarbeiter des ASB und eine Kollegin des DRK unterstützt wurden. Am Samstagnachmittag bereiteten die Malteser die Räumlichkeiten in der Kita vor und ab Montagmittag testeten sie in mehreren Schichten bis zum Abend alle Kita-Kinder samt Mitarbeiterinnen durch – die Jüngeren mit Stäbchen, die älteren mit Gurgelwasser. „Kleine Kinder können noch nicht gurgeln, die schlucken das Wasser eher“, erklärte Malteser-Einsatzleiter Jan Singelmann, der mit 16 seiner Ehrenamtlichen vor Ort war und auch für die Verpflegung aller Einsatzkräfte sorgte.


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