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Niedersachsen: Mehr Geld für Beschäftigte im Gastgewerbe



Mehr Geld für Beschäftigte im Gastgewerbe

"Damit wird ein gutes Signal für die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättenbereich gesendet“, sagt Katja Derer, Geschäftsführerin der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

Niedersachsen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) haben sich gestern in Hannover auf einen neuen Tarifvertrag für die ungefähr 120.000 Beschäftigten im niedersächsischen Gastgewerbe geeinigt. Nachdem sich die Tarifparteien im letzten Jahr nicht auf eine Anpassung der Entgelte verständigen konnten, waren die Verhandlungen nunmehr erfolgreich, wie aus einer Pressemeldung der NGG zu entnehmen ist.



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"Damit wird ein gutes Signal für die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättenbereich gesendet“, sagt Katja Derer, Geschäftsführerin der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz. "Dieser Abschluss ist ein wichtiger Schritt, um die Branche wieder attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten. Er wird dem Gastgewerbe auch Rückenwind geben, Personal zu halten und zu finden.“



Erhöhung in vier Stufen


Die Entgelte werden ab dem 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2024 in vier Stufen erhöht. Mit der ersten Erhöhung erhalten alle Vollzeit-Beschäftigten zunächst 250 Euro mehr, der niedrigste Stundenlohn liegt damit bei 11,30 Euro. Am 01. Oktober 2022 steigen die Entgelte um weitere 202 Euro, der niedrigste Stundenlohn liegt dann bei 12,50 Euro und somit 0,50 Euro über dem gesetzlichen Mindestlohn.


In den nächsten zwei Stufen steigen alle Stundenlöhne um weitere 0,30 Euro ab dem 01. Mai 2023 und 0,50 Euro ab dem 1. Januar 2024. Die Ausbildungsvergütungen steigen um 100 Euro pro Monat ab dem 1. August 2022. Ab dem 1. August 2023 greift eine weitere Erhöhung um 50 Euro. Insgesamt bedeutet der neue Entgelttarifvertrag eine Steigerung um über 580 Euro für Vollzeitbeschäftigte.

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"Nach dieser langen Durststrecke sehen die Beschäftigten nun für die nächsten 24 Monate echte Schritte nach vorne und damit eine Bewegung hin zu armutsfesteren Löhnen", so Derer abschließend.


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