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Messerstecherfall: Eltern sagen aus



Wolfsburg

Messerstecherfall: Eltern sagen aus

von Bernd Dukiewitz


Der Verdächtige muss sich in Braunschweig verantworten. Foto: Sina Rühland
Der Verdächtige muss sich in Braunschweig verantworten. Foto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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Wolfsburg. Im Fall des Messerstechers, der seine Freundin umgebracht haben soll, fand nun der zweite Verhandlungstag vor dem Landgericht statt. Gestern sagten die Eltern der 24-Jährigen aus, die im Juni letzten Jahres in ihrer Wohnung in Westhagen starb.



Tatverdächtig ist ihr 26-jähriger Lebensgefährte. Er ist wegen Totschlag angeklagt.
Vater und Mutter des Opfers schilderten nach Informationen der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung mit bewegenden Worten das viel zu kurze Leben ihrer Tochter. Sie beschrieben die 24-Jährige als lebensbejahenden Menschen, der sich niemals selbst umgebracht hätte; der Angeklagte hatte die These vom möglichen Selbstmord in seinen teils wirren Aussagen vor dem Haftrichter aufgebracht.

Die Mutter berichtete zudem von den Stunden der Verzweiflung, als sie ihre Tochter nicht erreichen konnte und sie dann tot in der Wohnung in der Rostocker Straße fand, eineinhalb Tage nach der Bluttat. Das Handy soll der mutmaßliche Täter bereits bei einem Streit am Samstag zerstört haben.

Neben den Eltern, die im Prozess als Nebenkläger auftreten sagte auch eine Freundin und Arbeitskollegin des Opfers über die Persönlichkeit der 24-Jährigen aus, ein vierter Zeuge aus Polen – dorther stammen Opfer und Angeklagter – erschien nicht. Ein Urteil wird im April erwartet.


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