Wolfsburg. Bereits vor einigen Jahren teilte die Bahn mit, dass im Rahmen einer Stationsoffensive in unserer Region sieben neue Bahnhaltepunkte entstehen oder alte reaktiviert werden sollen. Einer davon ist im Wolfsburger Stadtteil Sandkamp geplant. Dieser soll eine direkte Verbindung ins VW-Werk herstellen. In einer aktuellen Beschlussvorlage, die in den Ratsgremien der Stadt Wolfsburg diskutiert wird, werden die Planungen nun konkreter.
Bereits im März 2019 - also vor vier Jahren - wurde ein Vertrag zwischen der Bahn, dem Land Niedersachsen und dem Regionalverband Großraum Braunschweig unterzeichnet, in dem die Umsetzung der Stationsoffensive in unserer Region beschlossen wurde. Mit der Station Wolfsburg-Sandkamp solle ein langgehegter Wunsch der Stadt Wolfsburg und vieler Mitarbeitenden der Volkswagen AG erfüllt werden, heißt es in einer Info-Broschüre des Regionalverbandes.
Anbindung im Halbstundentakt
Die Station soll unmittelbar an der Brücke der Oststraße über die Bahngleise und dem Mittellandkanal und somit vor der Hauptverwaltung von VW liegen. Zu Fuß sei das „Tor Sandkamp“ nach 500 Metern erreicht, der Tunnelzugang am „Tor 6“ nach 600 Metern. Die Station soll einen Zugangsbereich erhalten, der zum einen die Funktion des Wetterschutzes übernimmt und zum anderen die Station erkennbar macht, da sie ansonsten hinter der Lärmschutzwand nicht gesehen werden würde. Die Station soll im Halbstundentakt vom RE50 Hildesheim – Braunschweig – Wolfsburg bedient werden.
Auch Wolfsburg muss planen
Dabei will die Stadt auch das Umfeld im Blick behalten. Die zu überplanende Fläche sei Bestandteil der Masterplanung Heinrich-Nordhoff-Straße. Daher sei bei der Planung nicht nur der reine verkehrliche Anschluss zu berücksichtigen. Es gelte die städtebaulich bedeutsame Fläche für zukünftige Entwicklungen ganzheitlich zu betrachten. Daher soll ein dafür geeignetes Büro eine Gesamtplanung für das Haltepunktumfeld erstellen. Die Kosten für die zu beauftragenden Umfeldgestaltung belaufen sich nach aktueller Kostenschätzung auf rund 125.000 Euro. Man hoffe aber, dass dies vom Regionalverband Großraum Braunschweig mit bis zu 95 Prozent gefördert werde.