Mobbing 2.0: Grüne laden zu Online-Lesung mit Pat Müller ein

Moderiert wird die Veranstaltung von Imke Byl und Henrik Werner, Sprecher des Kreisverbands Gifhorn von Bündnis 90 / Die Grünen.

Der Kreisverband Gifhorn von Bündnis 90 / Die Grünen lädt zu einer Online-Lesung des Autors Pat Müller und anschließender Diskussion ein.
Der Kreisverband Gifhorn von Bündnis 90 / Die Grünen lädt zu einer Online-Lesung des Autors Pat Müller und anschließender Diskussion ein. Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Gifhorn

Gifhorn. Der Kreisverband Gifhorn von Bündnis 90 / Die Grünen lädt zu einer Online-Lesung des Autors Pat Müller - besser bekannt als Patjabbers - und anschließender Diskussion am 4. Februar um 19:30 Uhr ein. Mit dabei sind Dominik Ruder & Lean Käseberg (Leiter des Projektteams zur Gründung des Queeren Netzwerks Gifhorn e.V.) und Nieke Reinsch (Grüne Jugend). Anmeldung unter: www.gruene-gifhorn.de


"Wir freuen uns, dass wir eine solch bekannte Persönlichkeit für die Veranstaltung gewinnen konnten, der uns mit einer Lesung aus seinem Buch "Vielleicht liebst du mich übermorgen" wichtige Impulse für die anschließende Diskussion geben möchte. Die Diskussion soll sich um die Themen Mobbing, Outing und notwendige Angebote für junge Menschen drehen. Im Landkreis Gifhorn muss das Angebot für queere Menschen noch deutlich ausgebaut werden. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir auch das sich noch in Gründung befindliche Queere Netzwerk Gifhorn für die anschließende Diskussion gewinnen konnten", sagt Imke Byl, Landtagsabgeordnete.

Auch in der Literatur seien queere Geschichten noch deutlich unterrepräsentiert, ergänzt Henrik Werner, Sprecher des Kreisverbands Gifhorn von Bündnis 90 / Die Grünen, und fasst die Veranstaltung wie folgt zusammen: "Der Autor erzählt in seinem autobiographischen Roman über seine bewegte Jugend. Neben seiner toxischen Beziehung zu einem Mann, die ihn letztlich in eine Essstörung getrieben hat, erzählt er von den Themen Outing und Mobbing. Das Mobbing an seiner Schule führte über psychische bis hin zu körperlicher Gewalt und das alles nur, weil er übergewichtig war und sich als schwul outete. Wir möchten mit den Diskussionsteilnehmer*innen nach der Lesung aus dem Buch über ihre Mobbing-Erfahrungen sprechen und die folgenden Fragen diskutieren: Welche Rolle spielen die sozialen Medien? Wie ist die Situation an Schulen heutzutage und was kann gegen Mobbing getan werden? Welche Angebote muss es - auch vor Ort - geben, damit junge Menschen merken, dass sie nicht allein sind und sich austauschen können? Und wie können wir gerade jungen Menschen vermitteln, dass es vollkommen okay ist, nicht dem heteronormativen Mehrheitsbild zu entsprechen?"

"Dominik und Lean werden uns als Leiter*innen des Projektteams zur Gründung des Queeren Netzwerks Gifhorn e.V. zudem ganz praktisch berichten, welche Angebote es im Landkreis bereits gibt und wo noch nachgebessert werden muss", ergänzt Byl.

"Gerade in kleineren Städten wie Gifhorn und Wittingen, oder auch auf dem Dorf, müssen junge Menschen sich mit anderen austauschen können, die ähnliche Themen beschäftigen. Wir müssen geschützte Räume, Gemeinschaften, Anlaufstellen, Angebote und die Sichtbarkeit fördern sowie über unterschiedliche Lebensmodelle und Identitäten aufklären. Alle sollen so leben können, wie sie möchten, ohne sich dabei alleine, ausgegrenzt oder andersartig zu fühlen", sagt Werner.


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