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Mutige Helfer für Zivilcourage in Polizeiaula geehrt


Die mutigen Helfer wurden von Günter Koschig, Lothar Kannenberg und Petra Krischker (von links) geehrt. Foto: GZK
Die mutigen Helfer wurden von Günter Koschig, Lothar Kannenberg und Petra Krischker (von links) geehrt. Foto: GZK Foto: GZK

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20.01.2017

Goslar. Die Goslarer Zivilcourage Kampagne (GZK) ehrte in der Polizeiaula vor über 70 Gästen Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Goslar, die im Jahr 2016 Zivilcourage bewiesen hatten.



Das Statement vom Aktionsplakat der Goslarer Zivilcouragekampagne von Polizeidirektorin Petra Krischker „Zivilcourage geht nie die Puste aus!“ wurde bei den Zivilcourageehrungen in der Polizeiaula wieder eindrucksvoll bestätigt. Über 70 Gäste, ob Amtsgerichtsdirektorin, Bürgermeister, Schulleiterin oder Opferhelfer vom WEISSEN RING aus ganz Niedersachsen, alle zollten den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis Goslar, die im Jahr 2016 Zivilcourage bewiesen haben und von der GZK-Jury ausgewählt worden waren, großen Respekt.
Zunächst stimmten die BBS-Schülerin Brenda Schröder mit ihrem tollen Gesang sowie thematisch Katrin Stüllenberg, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Stüllenberg,„Welche Bedeutung hat die Zivilcourage für unsere Gesellschaft?“ auf die Ehrungen ein. Sie gratulierte den Preisträgern und forderte diese auf: „Bewahren Sie sich weiterhin den Mut für andere einzutreten.“

Als Laudatorin konnte Petra Krischker gleich mehrere couragierte Menschen auszeichnen:
Ilonka Nieboer aus Seesen die einen Hausfriedensbrecher meldete, Rudolf Rainer Moess aus Liebenburg, der einen flüchtigen Straftäter verfolgte und bis zum Eintreffen der Polizei festhielt oder Timo Eilbracht, Tim Paulußen sowie Julian Oppermann, die einen verdächtigen Jugendlichen in Vienenburg stoppten, 110 wählten und damit die Aufklärung von 16 Grafitti-Straftaten ermöglichten.

„Sie sind unsere Helden des Alltags, ohne die unsere Gesellschaft ein Stück ärmer wäre“, so die Polizeidirektorin, bevor sie mit Respektrainer Lothar Kannenberg die Auszeichnungen vornahm. Laudator Florian Wildmann, der zunächst einen neuen Kinospot der GZK vorführte, dankte im Fall des 13-jährigen Schülers Laurids Simonson aus Seesen, der eine fahrlässige schwere Brandstiftung mit seinen beiden Geschwistern bemerkte und durch rasches Handeln Schlimmeres verhinderte. Ein Pokal, Kinokarten, T-Shirts und Urkunden machten nicht nur die drei mutigen Kinder glücklich, sondern hinterließen auch die Gewissheit, dass sich „Zivilcourage für jeden lohnt“, so Wildmann. Der Kinospot läuft demnächst im Cineplex.

Der Babyretter Christos Thomaidis erhielt den Zivilcouragepokal


Der aus Griechenland stammende Busfahrer Christos Thomaidis, der ein fünf Tage altes Baby in Goslar hinter dem Bahnhof aufgespürt und gerettet hat, bekam von Heike Göttert nicht nur eine besondere Laudatio, da zweisprachig und sehr bewegend, sondern auch den begehrten Zivilcouragepokal überreicht. Eine weitere Auszeichnung bekam das Ehepaar Manuela und Michael Zech aus Seesen, das eine Festnahme von fünf LKW-Dieben ermöglicht hat. Langelsheims Bürgermeister Ingo Henze war von dem selbstlosen Handeln, der Verfolgung der ausländischen Diebesbande, die den LKW in Langelsheim entwendet hatte sowie der Alarmierung der Polizei begeistert! „Sie haben unseren Landkreis ein stückweit sicherer gemacht“, so Henze. Dirk Peter Vorderstemann, Vorstand der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine, neues Kampagnenmitglied der GZK, erschien mit einem Sparschein und einer 500 Euro Spende für die Kampagne. Der Grafik-Designer Thomas Velte und die Aktionsfotografin Heike Göttert überreichten ihm sein Aktionsplakat mit dem Statement :„Spare nicht an Zivilcourage!“, das auch auf den kostenlosen Notruf 110 der Polizei aufmerksam macht.

Der Projektleiter und Moderator Günter Koschig dankte Klemens Karl und Philipp Krause für eine Zivilcourage-Postkartenwerbeaktion, die flankierend zu den achten Preisverleihungen über 20.000 Zeitungsleser mit dem Thema und der Homepage www.zivilcourage-goslar.de an diesem besonderen „Mutmachtag für die Helden des Alltags“ vertraut gemacht haben, so Koschig. Auf der oben genannten Homepage gibt es einen Link zu den Ehrungen, die der Polizist Bodo Kern, Unternehmensfernsehen der Zentralen Polizeidirektion Hannover, gefilmt hat. „Wir möchten, dass diese Leuchtturmveranstaltung bundesweit zu sehen ist und viele Nachahmer findet“, so Denis Habig, Medienverantwortlicher der GZK.


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