Sie sind hier: Region >

Mutter mit Hammer bedroht: 31-jähriger Wolfsburger geht für über drei Jahre in den Knast



Wolfsburg

Mutter mit Hammer bedroht: 31-Jähriger geht für über drei Jahre in den Knast

Gestern fiel am Landgericht Braunschweig das Urteil gegen den Wolfsburger.

von Anke Donner


Symbolfoto
Symbolfoto Foto: pixabay

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Wolfsburg. Um von seiner Mutter Geld zu erpressen, machte ein 31-jähriger Wolfsburger auch vor Gewalt nicht Halt. Er beschimpfte und bedrohte seine Mutter, nahm sogar einen Hammer, um seiner Aufforderung Nachdruck zu verleihen. Dafür wurde der Mann jetzt verurteilt. Das Landgericht hat eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten ausgesprochen.



Im Mai des vergangenen Jahres war der Mann in alkoholisiertem Zustand in der Wohnung seiner Mutter aufgetaucht, um von dieser Geld zu fordern. Als sie dies verneinte, soll er einen kleinen Hammer genommen und einen Gegenstand zerschlagen haben. Dabei soll der Mann "Ich will Geld haben, sonst passiert was", geschrien haben. Da die Mutter sich weiterhin weigerte, ihrem Sohn Geld zu geben, soll er sie am T-Shirt gepackt und vom Bett gezogen haben. Während der gesamten Zeit habe er den Hammer in der Hand gehalten und geschrien, dass er Geld wolle. Aus Angst habe die Geschädigte dem Angeklagten schließlich 30 Euro gegeben.

Am Landgericht Braunschweig wurde in der vergangenen Woche der Prozess gegen den Mann eröffnet. Gestern wurde der 31-Jährige von der Kammer wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung im minder schweren Fall, in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung unter Einbeziehung einer Geldstrafe aus einem anderen Urteil, zu drei Jahren acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, erklärt Richterin Maike Block-Cavallaro auf Nachfrage. Ferner sei die Einziehung des Wertes des Taterlangten in Höhe von 30 Euro erfolgt. Von einer Unterbringung in einer Entziehungsanstalt habe die Kammer abgesehen, da trotz einer Alkoholabhängigkeit und negativer Gefahrenprognose keine hinreichende Erfolgsaussicht für eine Maßregelbehandlung bestehe. Das Urteil entspricht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte keinen konkreten Antrag gestellt, berichtet die Richterin weiter.


zur Startseite