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Nach 45 Jahren: Bürgermeisterin Bollmeier hört auf



Wolfenbüttel

Nach 45 Jahren: Bürgermeisterin Bollmeier hört auf


Regina Bollmeier zieht sich aus der Politik zurück. Foto: Anke Donner
Regina Bollmeier zieht sich aus der Politik zurück. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner)

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Wolfenbüttel. Die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elm-Asse gibt ihr Amt 2019 vorzeitig ab. Wie aus einer Pressemitteilung der Samtgemeinde hervorgeht, wird Regina Bollmeier Ende des nächsten Jahres nach 45 Arbeitsjahren in den Ruhestand gehen.



„Mein Mann ist dann bereits Pensionär und wir wollen gemeinsam unseren Ruhestand genießen“, gibt Bollmeier private Gründe für das vorzeitige Ausscheiden aus dem Samtgemeindebürgermeisteramt an. „Ich habe zwei Kinder und auch schon zwei Enkelkinder für die ich bislang bei einer 60 Stunden Woche nur wenig Zeit hatte.“ Trotzdem gehe Bollmeier mit einem weinenden Auge. „Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht vor allem der Kontakt zu den Bürgern in unserer schönen Gemeinde.“



Sie machte die Samtgemeinde erst zur Samtgemeinde


Bollmeier werde eine intakte Kommune hinterlassen und vor allem die Fusion der Gemeinden Schöppenstedt und Remlingen zur Samtgemeinde Elm-Asse sei stets mit ihrem Namen verbunden. „Ich würde es immer wieder so machen. Wir haben 33 Millionen Euro Schulden vom Land erlassen bekommen. 14 Millionen müssen wir selbst tilgen. Natürlich bringt das einen enormen Spardruck mit sich, aber trotzdem haben wir es geschafft, die gesamte Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Samtgemeinde drei Freibäder unterhält und ein Museum. Ebenso alle Grundschulen und Kitas.“ Auch in der Problematik rund um den Atommüll im Asseschacht sei Bollmeier stets um Lösungen bemüht gewesen. „Ich setze mich nach wie vor für eine Rückholung des Mülls ein und für die Prüfung eines Zwischenlagers, das auch außerhalb der Region liegen kann.“


Im Rathaus selbst werde man wohl vor allem den Menschen Regina Bollmeier vermissen, hieß es in der Pressemitteilung. Die zweifache Großmutter sei stets darauf bedacht gewesen, einen familiären Umgang mit ihren Mitarbeitern zu pflegen, habe sich mit ihnen geduzt und habe stets ein offenes Ohr, auch für private Sorgen gehabt.


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