Nach Auftaktveranstaltungen: Warnstreiks sollen ab morgen starten

Die IG Metall hat am heutigen Montag bereits mehrere Auftaktveranstaltungen vor den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie sowie der Stahlindustrie durchgeführt.

von Julia Fricke


Vor dem Tor 1 der Salzgitter AG machte die IG Metall auf die kommende Tarifrunde aufmerksam.
Vor dem Tor 1 der Salzgitter AG machte die IG Metall auf die kommende Tarifrunde aufmerksam. Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Am heutigen Montag veranstaltete die IG Metall vor mehreren Betrieben in der Region Auftaktveranstaltungen aufgrund der bevorstehenden Tarifrunden. Um 4.30 Uhr wurden die Mitarbeiter von SMAG und Funktel auf die Aktion aufmerksam gemacht. Zeitgleich startete die IG Metall Salzgitter ihre Aktion auch vor den Toren der Salzgitter AG. Hier wurden Informationsblätter an die vorbeifahrenden Mitarbeiter verteilt. Gegen 5.30 Uhr startete außerdem eine Aktion vor Alstrom. Neben Salzgitter wurde sich auch in Braunschweig und Wolfenbüttel auf die kommenden Streiks eingestimmt (regionalHeute.de berichtete). Ab dem morgigen Dienstag sollen dann die Warnstreiks starten.


"Zusammen mit der Metall- und Elektroindustrie haben wir bereits an mehreren Firmenstandorten hier in Salzgitter und Peine kleine Toraktionen gemacht, um die Beschäftigten auf die Tarifrunde aufmerksam zu machen und unserer Forderung Nachdruck zu verleihen", so Matthias Wilhelm, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Salzgitter und Peine. Gefordert werden vier Prozent mehr Lohn, die Beschäftigung zu sichern, die Zukunft zu gestalten und das Einkommen der Beschäftigten zu stärken. "Die Beschäftigten haben in der Krise durch Kurzarbeit Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Deswegen ist jetzt die Zeit den ihnen eine vernünftige Perspektive zu geben", so Wilhelm weiter. Seit 2018 seien die in der Metall- und Elektroindustrie tabellenwirksamen Entgelte nicht weiter gewachsen.

Außerdem werde eine Fortführung der Altersteilzeitverträge und die Fortsetzung der Übernahme der Auszubildenden gefordert. Darüber hinaus gelte es ebenfalls für die dual Studierenden einen tarifvertraglichen Schutz abzubilden.

"Es ist eine Frechheit, was die Arbeitgeber und versucht haben anzubieten, nämlich gar nichts! Das können wir uns nicht gefallen lassen", erklärt auch Yasemin Rosenau, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Salzgitter-Peine. Warnstreiks seien deswegen ab dem morgigen Dienstag in allen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie und der Stahlindustrie möglich. "Punktuell werden wir unter Corona-Bedingungen dafür Sorge tragen, dass hier Aufmerksamkeit entsteht und dass wir dann dafür sorgen, dass die Arbeitgeber verstehen, dass wir keinen Spaß mehr machen."


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