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Nach Kritik an Zusammenlegung der Bibliotheken: Ratsvorlage wird zurückgezogen

Die Stadt Wolfsburg hat die umstrittene Ratsvorlage zur Zusammenlegung der Stadtteilbibliotheken in mehreren Stadtvierteln Wolfsburgs zurückgezogen. Darüber sollte am heutigen Tag im Ortsrat diskutiert werden.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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01.09.2020

Wolfsburg. Aufgrund des hohen Diskussions- und Beratungsbedarfs wird die Ratsvorlage zur Zusammenführung der Stadtteilbibliotheken und Lernzentren in den Orts- und Stadtteilen Fallersleben, Vorsfelde, Detmerode und Nordstadt zurückgezogen. Der weitere Diskussionsprozess wird seitens des Bildungshauses der Stadt Wolfsburg koordiniert werden. Dies berichtet die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung. Am heutigen Dienstag sollte die Ratsvorlage im Ortsrat Fallersleben/Sülfeld besprochen werden und ein Grundsatzbeschluss gefasst werden. Im Vorfeld dieser Ortsratssitzung war Kritik an der Vorgehensweise der Verwaltung laut geworden, unter anderem durch die CDU Fallersleben/Sülfeld. Die Partei störte sich daran, dass die Bürger nicht zu dem geplanten Grundsatzbeschluss involviert werden sollten.


"Ein Grundsatzbeschluss zum Bibliothekskonzept, der einen Umzug der Fallersleber Stadtbibliothek in das Lernzentrum des Schulzentrum Fallersleben vorsieht, ist unter anderem einer der Tagesordnungspunkte bei der Ortsratssitzung in der kommenden Woche.

Nach Bekanntwerden der Planungen durch die Verwaltung im Frühjahr dieses Jahres hatte die CDU Fallersleben / Sülfeld im März eine Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt bei der unter anderem Stadträtin Iris Bothe mit einigen Ihrer Mitarbeiterinnen anwesend war. Hier wurden Informationen zur Umsetzung gegeben und diverse Fragen beantwortet. Jedoch sind hierbei auch einige Fragen entstanden, die wir mit einer Anfrage beantwortet haben wollten.

Als Vorschlag aus der Bürgerrunde haben wir mitgenommen, dass durch einen Versuch mit der Musikschule gemessen werden sollte, wie sich die Schallemission aus den oberen Stockwerken in die Arbeitsbereiche der Mitarbeiter der Verwaltung im Erdgeschoss ausdehnt und ob diese eine Auswirkung auf die Arbeitsumgebung haben. Hierzu sind die üblichen nach Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstättenregel vorgegebenen Grenz- oder Richtwerte heranzuziehen.

Die Ergebnisse aus diesen Messungen sollten dem Ortsrat zur Unterstützung der Entscheidungsfindung zur Verfügung gestellt werden.

In der Juni-Sitzung des Ortsrates teilte uns die Verwaltung dann mit, dass über das Ergebnis dieser Anfragen in der September-Sitzung berichtet werden würde. Dass jedoch auch zeitgleich ein Grundsatzbeschluss gefasst werden sollte, davon war damals nicht die Rede. Nach unserer Meinung ist es notwendig, über die Antworten nicht nur in der Ortsratssitzung zu sprechen, sondern hierüber auch mit den Bürgern die es betrifft ins Gespräch zu kommen. Hierzu sagte der Fraktionssprecher im Ortsrat André-Georg Schlichting, „Aus diesem Grund sehen wir eine Entscheidung in der kommenden Ortsratssitzung als zu verfrüht an und werden auf die Verschiebung des Beschlusses auf die kommende Sitzung hinwirken wollen“, so lautete die Kritik der CDU zum geplanten Grundsatzbeschluss, der nun vorläufig aufgehoben wurde.


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