Region. Er gilt schon jetzt als einer der größten Coups der bundesdeutschen Kriminalgeschichte: Bei einem Einbruch in den Tresorraum einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen Ende Dezember erbeuteten die Täter aus den Bankschließfächern der Kunden Bargeld und Gegenstände im Wert von 30 bis 100 Millionen Euro. Hat dieser spektakuläre Fall Auswirkungen auf die Sicherheit der Bankschließfächer in unserer Region? Und wie sicher sind die Schließfächer in Braunschweig und Umgebung? regionalHeute.de hat nachgefragt.
Die einhellige Antwort der Banken lässt sich so zusammenfassen: Die Schließfächer sind sicher, das habe sich seit dem Fall in Gelsenkirchen, der in den Medien weltweit für Aufsehen gesorgt hatte, auch nicht geändert. Ob sich seit Bekanntwerden dieses Einbruchs etwas an den Sicherheitsvorkehrungen verändert hat, beantwortet Eike Fromhage, Pressesprecher der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, zum Beispiel so: "Sicherheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess."
Tresorräume sind auf dem neuesten Stand der Technik
Zu den genauen Maßnahmen werde sich die Sparkasse allerdings nicht äußern – offenbar aus Sicherheitsgründen. Das bestätigt auch ein Pressesprecher der Nord/LB für die Braunschweigische Landessparkasse (BLSK). Er erklärt aber: "Unsere Tresorräume sind sowohl innerhalb als auch außerhalb der Öffnungszeiten durch diverse Sicherheitsmaßnahmen geschützt. Diese entsprechen dem anerkannten Stand der Technik."
Die Sparkasse in Wolfsburg und Gifhorn ergänzt: "Schrankfächer sind durch ein mehrstufiges Sicherheitskonzept gegen unbefugten Zugriff und physische Gewalteinwirkung geschützt. Klar definierte Zugangsrichtlinien gewährleisten zudem den Schutz der im Schrankfach aufbewahrten Wertgegenstände. Weiterhin besteht die Möglichkeit, eine Schließfach-Zusatzversicherung oder eine Erweiterung der Hausratversicherung ins Auge zu fassen."
Auch die Volksbank BraWo stellt ihren Kunden Schließfächer zur Verfügung, die sich an verschiedenen Standorten im Geschäftsgebiet befinden. "Die Schließfächer entsprechen selbstverständlich dem aktuellsten Stand der Sicherheitstechnik. Eine Versicherung seitens der Bank besteht nicht", erklärt ein Sprecher der Volksbank. Diese empfehle daher ihren Kunden, "eine Bankschließfachversicherung abzuschließen", die die im Schließfach deponierten Gegenstände absichere. Abgedeckt würden dann zum Beispiel Urkunden und wichtige Dokumente, Schmuck, Edelmetalle, Wertpapiere, Bargeld oder Bilder und Kunstgegenstände.

