Laden insolvent: Nächster Leerstand in den Schloss-Arkaden droht

Sie sind mit Süßwaren aus aller Welt durchgestartet – die Insolvenz des Stores in den Schloss-Arkaden ist einer von vielen Rückschlägen.

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Süßigkeiten aus aller Welt – unter anderem Schokoriegel aus Nordamerika – waren die Verkaufsschlager des Ladens.
Süßigkeiten aus aller Welt – unter anderem Schokoriegel aus Nordamerika – waren die Verkaufsschlager des Ladens. | Foto: makingmilly/pixabay

Braunschweig. Hier gab es Schokoriegel, Lakritz, Bonbons und Gebäck aus aller Welt – und zwar nur solche Süßigkeiten, die es sonst meist nicht in deutschen Supermärkten zu kaufen gibt. Doch damit ist jetzt Schluss. Es geht um die Unternehmen, die unter dem Namen "House of Sweets" internationale Süßigkeiten zeitweise in ganz Deutschland verkauft haben. Der Store in den Braunschweiger Schloss-Arkaden hat inzwischen Insolvenz angemeldet und ist bereits geschlossen – es droht der nächste Leerstand für das Einkaufszentrum.



Hinter den als eigenständige Gesellschaften betriebenen Stores stand auch das Handelsunternehmen House of Sweets Onlineshop GmbH aus Salzgitter-Thiede, das die Süßwaren aus aller Welt eingekauft und als Onlinehändler auch über seine Homepage in ganz Deutschland verkauft hatte. Dieses Unternehmen befindet sich nicht im Insolvenzverfahren, ist aber momentan nicht erreichbar. Einen herben Rückschlag erlebte die Firma, als im August 2024 die Lagerhalle in Thiede niederbrannte.

Laden war nicht mehr rentabel


Ob das auch Auswirkungen auf die Zahlungsunfähigkeit des Ladens in den Braunschweiger Schloss-Arkaden gehabt haben könnte, das konnte der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Fachanwalt für Insolvenzrecht gegenüber regionalHeute.de nicht bestätigen. Offenbar ist der Laden in Braunschweig aber nicht mehr rentabel.

Ähnliche Schicksale erlebten in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche der House-of-Sweets-Läden in Deutschland. Auch Stores in Hannover, Berlin, Dortmund, Stuttgart und Kassel sind bereits geschlossen. Läden in Bremen, Hamburg und Leipzig betreiben das Geschäft noch weiter.

Zahlreiche Gründe führten zur Insolvenz


Die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung des Ladens in Braunschweig ist derweil gering. Die Gründe für die Zahlungsunfähigkeit des Stores seien vielfältig. Für die Unternehmer, die den Grundstein für ihr Geschäft 2018 gelegt hatten, ist das drohende Ende ein bitterer Schlag – aber auch die Schloss-Arkaden dürfte die Nachricht von der Insolvenz des Ladens getroffen haben. Schließlich steht der Betreiber ohnehin schon unter Zugzwang, die derzeit zahlreichen Leerstände im Einkaufszentrum zu füllen.

Aktualisiert am 10. März 2026, 12:23 Uhr: Der Artikel wurde aktualisiert und um die Aussagen des Insolvenzverwalters gekürzt. Dieser beruft sich darauf, die zuvor verwandten Zitate im telefonischen Gespräch mit unserer Redaktion so nicht gesagt zu haben.