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Nach Ski-Ausflug im Harz: Bundestagsabgeordneter erntet Shitstorm

Aufregung um den Wolfsburger SPD-Politiker Falko Mohrs: Der Bundestagsabgeordnete war am vergangenen Montag am Torfhaus Ski laufen - entgegen der Warnungen der Behörden.

von Alexander Dontscheff und Niklas Eppert


Seit kurz nach Weihnachten herrscht im Harz großer Andrang.
Seit kurz nach Weihnachten herrscht im Harz großer Andrang. Foto: aktuell24

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05.01.2021

Wolfsburg/Torfhaus. Der Wolfsburger Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs hat sich in der vergangenen Woche einen Shitstorm eingehandelt. Grund dafür war ein Ausflug, bei dem der SPD-Mann zum Skilanglauf in den Harz gefahren war, trotz Warnungen von Landkreis und Polizei. Anschließend hatte Mohrs das Ganze auf seinem Facebookkanal gepostet. Die empörten User ließen nicht lange auf sich warten, worauf Mohrs den Beitrag wieder entfernte. regionalHeute.de fragte beim Abgeordneten nach seiner Sicht der Dinge.



Nach seinem Ausflug am Montag, 27. Dezember, hatte Falko Mohrs auf seiner Facebookseite einige Bilder und die Worte „Ich fühle mich gut erholt“ gepostet. Daraufhin erntete er heftige Kritik einiger User, die ihm unter anderem vorwarfen, Wasser zu predigen und Wein zu trinken. Der Bevölkerung werde nahe gelegt Verzicht zu üben, und ein Bundestagsabgeordneter poste Bilder vom entspannten Ausflug in den Harz, hieß es unter anderem.


Der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs aus dem Wahlkreis Helmstedt/Wolfsburg. (Archivbild) Foto: Anke Donner


"Der Appell der Polizei kam später"


Wie Falko Mohrs im Gespräch mit regionalHeute.de betont, habe er mit seinem Post niemanden provozieren und auch nicht zur Nachahmung aufrufen wollen. Daher habe er den Post auch wieder entfernt. Er sei am frühen Morgen in den Harz gefahren, um etwas Skilanglauf zu betreiben. Zu diesem Zeitpunkt sei dort noch nicht viel los gewesen und auch den Appell der Polizei, auf Ausflüge in den Harz zu verzichten, habe es noch nicht gegeben. Erst auf seiner Rückfahrt habe er die vielen Autos gesehen, die unterwegs in Richtung Harz gewesen seien. Eine Wiederholung der Aktion komme für ihn angesichts der Entwicklung der Situation vor Ort natürlich auch nicht in Frage.

Den Beitrag auf Facebook habe er gepostet, um die Menschen an seinem Leben teil haben zu lassen. Es habe ihn überrascht, dass sich einige dadurch provoziert gefühlt hätten. Es habe allerdings auch positive Reaktionen gegeben. Er selbst habe sich nichts dabei gedacht, letztendlich den Beitrag aber wieder entfernt.


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