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Nach Todesfällen: Sind Asylbewerber häufiger Nichtschwimmer?



Salzgitter

Nach Todesfällen: Sind Asylbewerber häufiger Nichtschwimmer?


Die Zahl der Nichtschwimmer steigt allgemein. Symbolfoto: pixabay
Die Zahl der Nichtschwimmer steigt allgemein. Symbolfoto: pixabay Foto: Pixabay

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Salzgitter. Kürzlich ertrank im Salzgittersee ein 20-jähriger Afghane. Im vergangenen Jahr kam ein gleich altriger Asylbewerber am Bernsteinsee ums Leben. regionalHeute.de ging der Frage nach, ob der Anteil der Nichtschwimmer in dieser Personengruppe besonders hoch ist, ob den Kommunen dieses Problem bewusst ist und ob es entsprechende Maßnahmen gibt.



"Es ist nicht bekannt, wie viele Asylbewerbende Nichtschwimmer sind", berichtet Christine Flechner, vom Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Salzgitter. Auf die Risiken beim Schwimmen sei im Rahmen eines von Sozialarbeitern begleiteten Ausfluges an den Salzgitter-See im Einzelfall hingewiesen worden.

"Die Bäder Sport und Freizeit Salzgitter GmbH bietet keine speziellen Schwimmkurse für Asylbewerber in den Bädern an. Es fehlt auch das entsprechend ausgebildete Personal (Sprachkenntnisse, Umgang mit traumatischen Erlebnissen durch Wasser)", so Flechner weiter. Die Nachfrage nach Kursen für Erwachsene sei bislang eher gering.


Weitere Angebote von Vereinen seien nicht bekannt. Partiell gebe es Projekte, an denen Asylbewerberinnen teilnehmen könnten. Ein Beispiel sei das Diakonieprojekt „Schwimmkurs für Frauen“ auch für Frauen mit Migrationshintergrund.

Nicht nur Asylbewerber können nicht schwimmen



Die Baderegeln auf Afghanisch. Foto: DLRG




Auch die DLRG istsich der Problematik bewusst. Generell gebe es einen sehr großen Nichtschwimmeranteil in ganz Deutschland - nicht nur unter Personen mit Migrationshintergrund, erklärt Nicola Dubacher vom DLRG Landesverband Niedersachsen auf Anfrage von regionalHeute.de. "Ungefähr jedes zweite Kind kann beim Verlassen der Grundschule nicht sicher schwimmen. Aufgrund von Bäderschließungen und damit wegfallenden Wasserflächen für die DLRG und weiterer Schwimmvereine, wird es leider immer schwieriger, ausreichend Kurse durchzuführen", so Dubacher. Die Wartezeit auf einen Schwimmkurs für Kinder liege im Durchschnitt bei mehreren Monaten bis zu 1,5 Jahren. Hierseien die Kommunen gefragt, die Bäder zu erhalten anstatt zu schließen.

Die DLRG habe die Baderegeln in über 23 Sprachen übersetzen lassen sowie Plakate mit Piktogrammen erstellt, um auf die Gefahren am und im Wasser aufmerksam zu machen.Diese Baderegeln stellt die DLRG allen Personen zum kostenlosen Download bereit: https://www.dlrg.de/informieren/regeln/download-uebersetzungen.html.Diesessei auch in den Medien und in der Politik entsprechend publik gemacht worden. Ebensoseien in vielen Flüchtlingsheimen die verschiedensprachigen Baderegeln und Plakate bekannt gemacht worden.

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