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Neophyten, Beikräuter und Monte Baldo: Floristentreffen im Hörsaal



Braunschweig

Neophyten, Beikräuter und Monte Baldo: Floristentreffen im Hörsaal


Wissenschaftler und Hobbybotaniker kommen zusammen. Symbolfoto: Nick Wenkel
Wissenschaftler und Hobbybotaniker kommen zusammen. Symbolfoto: Nick Wenkel Foto: regionalHeute.de

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Braunschweig. Am kommenden Samstag findet von 14:00 bis 18:30 Uhr das Braunschweiger Floristentreffen im Hörsaal des Instituts der Pflanzenbiologie, Humboldtstraße 1, statt. Wissenschaftler, Liebhaberbotaniker und Bürgerwissenschaftler kommen zusammen. Das gab die TU Braunschweig in einer Pressemitteilung bekannt.



Zur nunmehr 34. Tagung, eine Veranstaltung der Arbeitsgruppe Vegetationsökologie der Technischen Universität Braunschweig und der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft, treffen sich Wissenschaftler (Botaniker, Ökologen, Umweltnaturwissenschaftler) ebenso wie an der Flora interessierte Liebhaberbotaniker und Bürgerwissenschaftler, um sich über neue sich über neue Ergebnisse auszutauschen.

Dr. Kathrin Baumann, Leiterin des Fachbereichs Naturschutz, Forschung und Dokumentation des Nationalpark Harz (Wernigerode), wird über die Moore im Harz sprechen, insbesondere über floristische Aspekte, Moortypen, Vegetationsmosaike sowie dynamische Aspekte.


Prof. Dr. Klaus Adolphi, Universität Köln, stellt neue Neophyten (gebietsfremde Pflanzenarten) der Lebensräume Nord- und Ostseeküsten sowie der Flussufer vor. Er ist Experte auf dem Gebiet von biologischen Migrationen.

Dr. Jens Nitzsche, Artern, wird über die pyrrolizidinhaltigen Beikräuter im Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen in Deutschland vortragen. Bereits geringe Verunreinigungen durch diese Unkräuter stellen ein großes Problem nicht nur für den Bioanbau von Heilpflanzen dar.

Prof. Dr. Dietmar Brandes stellt abschließend den Monte Baldo als Ziel für Exkursionen deutscher und österreichischer Botaniker dar. Der Monte Baldo ist für seinen Artenreichtum weit über die Grenzen Italiens hinaus als „Giardino d’Italia“ bekannt. Das Bergmassiv wurde über mehr als 450 Jahre von europäischen Botanikern erforscht. Brandes hat zahlreiche Exkursionen zu ihm mit Studierenden und Mitarbeitern durchgeführt und ist am 4. Dezember Berichterstatter auf einer internationalen Konferenz in Trento, Italien, bei der der UNESCO-Schutz für den Monte Baldo umgesetzt werden soll.

Zur Teilnahme sind Interessierte herzlich eingeladen.


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