Neue Nord-Süd-Kommission der Bundesregierung nimmt Arbeit auf

Die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission der Bundesregierung hat mit internationalem Spitzenpersonal und einer deutlichen Beteiligung aus dem Globalen Süden ihre Arbeit aufgenommen. Die Vorsitzenden Olaf Scholz und Laura Chinchilla stellten am Montag in Berlin die 20 Mitglieder des Gremiums vor.

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Vorstellung entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission am 05.10.2026
Vorstellung entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission am 05.10.2026 | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. Die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission der Bundesregierung hat mit internationalem Spitzenpersonal und einer deutlichen Beteiligung aus dem Globalen Süden ihre Arbeit aufgenommen.


Die Vorsitzenden Olaf Scholz und Laura Chinchilla stellten am Montag in Berlin die 20 Mitglieder des Gremiums vor. Dazu gehören unter anderem Weltbank-Präsident Ajay Banga, WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala und Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege. Die Kommission soll Vorschläge für eine Neuordnung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in einer multipolaren Welt erarbeiten.

Vertreten sind internationale Organisationen, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie frühere Spitzenpolitiker. Die Bundesregierung hatte das unabhängige Gremium Ende Juni auf der Hamburg Sustainability Conference ins Leben gerufen.

Scholz sagte, dass die Zusammensetzung der Kommission mit dem Anspruch verbunden sei, politische Vorschläge mit internationalem Gewicht vorzulegen. Die Kommission solle gemeinsame Vorschläge entwickeln, die politisch umsetzbar seien. Chinchilla hob die veränderten globalen Machtverhältnisse hervor und erklärte, dass die Gesellschaften des Globalen Südens das 21. Jahrhundert prägen würden. Die erste Sitzung der Nord-Süd-Kommission ist für Mitte Oktober in Bangkok geplant.

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) sagte: "Die hochrangige Besetzung und das große internationale Interesse zeigen: Die Kommission trifft einen Nerv, die Zeichen der Zeit stehen auf starke Partnerschaften mit dem Globalen Süden." Die beiden Ko-Vorsitzenden brächten einige der wichtigsten Persönlichkeiten aus dem Globalen Süden und dem Globalen Norden zusammen, um gemeinsam Vorschläge zur Reform der internationalen Zusammenarbeit und zur Lösung der drängendsten globalen Herausforderungen zu entwickeln.

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