Peine

Neue Pastorin in der Martin-Luther-Gemeinde

Die gebürtige Süddeutsche zieht es nun in den Norden. Sie habe viel Gutes von Kollegen gehört, die auch nach Niedersachsen gezogen seien.

Eva Bartkowski, die zukünftige Pastorin in Edemissen.
Eva Bartkowski, die zukünftige Pastorin in Edemissen. Foto: Ev.-luth. Kirchenkreis Peine

Artikel teilen per:

31.07.2020

Edemissen. Mit dem Ende der Sommerferien endet nun auch nach fast zwei Jahren die Vakanz der Pfarrstelle in Edemissen. Im September 2018 hatte sich das Pastorenehepaar Baden-Ratz aus dem Peiner Nordkreis verabschiedet. Jetzt können sich die Gemeindeglieder auf eine neue Pastorin freuen. Eva Bartkowski ist geboren und aufgewachsen in Rheinland-Pfalz und Bayern. Ihr Vikariat hat sie in Kempten absolviert. Nun zieht es die 33-Jährige aus dem Süden in den Norden, da einige bayerische Kollegen in die Landeskirche Hannovers gewechselt sind. „Sie haben mir erzählt, dass sie hier wieder begeistert pfarrern und sich sehr wohlfühlen – egal ob privat oder in der Arbeit. Das hat mich neugierig gemacht“, berichtet sie. Dies geht aus einer Pressemitteilung des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Peine hervor.


Die Kirchengemeinde Edemissen wurde ihr von einem Kirchenrat vorgeschlagen. Schnell war sie sich sicher, dass das genau die richtige Stelle ist: „Ich habe die Edemissener Gemeinde zwar bisher nur aus der Ferne wahrnehmen können, aber ich habe sie positiv als kulturfördernde, engagierte und vielfältige Gemeinde kennengelernt, die selbst etwas bewegen möchte.“
In den ersten Monaten möchte sie sich vor allem erst einmal auf die Menschen vor Ort einlassen und ihnen aktiv zuhören. „Denn es ist niemandem geholfen – weder der Kirche noch den Menschen noch mir –, wenn ich Aktivitäten initiiere, die vielleicht den Bedürfnissen der Gemeinde nicht entsprechen“, erklärt Bartkowski. „Auch als Pastorin muss man lernen, sich selbst zurücknehmen zu können und nicht zu wichtig zu nehmen, denn der Heilige Geist weht sowieso an Orten, wo man es selbst manchmal nicht für möglich gehalten hätte.“

"Herz schlägt für die Theologie"


So hatte sie es auch nicht geplant Pfarrerin zu werden, als sie Lehramt Gymnasium für evangelische Religion und Deutsch studierte. Aber ihr Herz schlug immer mehr für die Theologie und viele Erfahrungen wie zum Beispiel eine Israelreise, ließen sie schließlich erkennen, dass das ihre Berufung ist.
Das Peiner Land kennt sie bisher nicht. Allerdings haben sich ihre Mutter, gebürtige Münchnerin, und ihr Vater, gebürtig aus Uelzen, hier in der Nähe kennengelernt und viele Jahre in Burgdorf gewohnt. Und ihre Tante in Uelzen freut sich schon, dass sie bald in ihrer Nähe sein wird.
Der Superintendent und der Kirchenvorstand haben sie sehr freundlich aufgenommen. „Bei unserem ersten Treffen habe ich sogar eine Tasche geschenkt bekommen, gefüllt mit leckeren und interessanten Dingen“, erzählt Bartkowski erfreut.
Wenn ihr der Beruf Zeit lässt, ist sie im Tanzsport aktiv und hat bereits Platzierungen bei Meisterschaften erreicht. Lesen, Reisen und Kultur gehören ebenfalls zu ihren Leidenschaften. „Außerdem mag ich die Natur und möchte hier in Edemissen gerne reiten lernen“, kündigt die angehende Pastorin an.

Am Sonnabend, 29. August, um 15 Uhr, wird sie von Regionalbischof Eckhard Gorka in der Martin-Luther-Kirche zur Pastorin ordiniert. Für die Ordination hat Bartkowski erneut ihren Konfirmationsspruch gewählt, der sie seit fast 20 Jahren begleitet und auch gut zur neuen Lebenssituation passt: „Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst.


zur Startseite