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Neue Projekte - Fördermittel fließen in den Westharz


Ein umfassendes Konzept für die nachhaltige, barrierefreie Gestaltung des Kirchengeländes der St. Thomas Kirche wird erarbeitet. Foto: WiReGo
Ein umfassendes Konzept für die nachhaltige, barrierefreie Gestaltung des Kirchengeländes der St. Thomas Kirche wird erarbeitet. Foto: WiReGo Foto: WiReGo

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02.03.2017

Harz. Ein barrierefreier, vielseitig nutzbarer Veranstaltungsort und Dorfmittelpunkt für Wolfshagen und freies Internet an den Dorfgemeinschaftshäusern in den neun Ortsteilen der Stadt Seesen. Dafür hat sich die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region Westharz ausgesprochen.


Beide Projekte werden über das EU-Förderprogramm LEADER finanziert. LEADER setzt darauf, dass die Menschen vor Ort die regionale Entwicklung mitgestalten, indem sie Projekte zur Erhaltung der Lebensqualität anstoßen und umsetzen. Dafür stehen dem Westharz 2,4 Millionen Euro zur Verfügung. Über die Verwendung dieser Mittel entscheidet die Region selbst. In der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) werden Projekte diskutiert und beschlossen. Die Gruppe setzt sich aus Bürgerinnen und Bürgern des Westharzes sowie Vertreterinnen und Vertreter der vier Kommunen (Stadt Seesen, Stadt Langelsheim, Stadt Braunlage, Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld) zusammen.

Ganz im Sinne des LEADER-Gedankens hat der Förderverein „Kirchenfreunde St. Thomas e.V.“ in Eigeninitiative ein umfassendes Konzept für die nachhaltige, barrierefreie Gestaltung des Kirchengeländes der St. Thomas Kirche in Wolfshagen im Harz erarbeitet. Der Platz soll zum attraktiven, geistlichen und kulturellen Dorfmittelpunkt werden. Auch seine Funktion als Festplatz für lokale und überregionale Veranstaltungen, wie das Bürgerfrühstück, der Adventsmarkt oder Konzertveranstaltungen wird künftig wesentlich verbessert. Dazu stehen dem Verein 100.000 Euro LEADER-Förderung zur Verfügung und auch die evangelische Landeskirche beteiligt sich an dem Projekt.

Wird in Wolfshagen die Vernetzung und die Gemeinschaft direkt vor Ort gefördert, so wird in den Ortsteilen der Stadt Seesen auf die digitale Vernetzung gesetzt. Durch das freie Internet werden die Dorfzentren zu Verbindungsräumen zwischen Lebensort und Welt und damit insbesondere für die junge Generation als Treffpunkte wieder attraktiver. Mit der vollständigen Umsetzung ist Ende 2017 / Anfang 2018 zu rechnen. Der Stadt Seesen stehen dazu 94.000 Euro Fördergelder zur Verfügung. Darüber hinaus ist geplant, Hauseigentümer künftig bei der Sanierung ihrer Fassaden in den zentralen Ortslagen zu unterstützen. Ein Förderbudget wurde bereits durch die LAG beschlossen.

Sie können eigene Projektideen einreichen


Bereits im vergangenen Jahr wurden fünf Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 338.400 Euro beschlossen. Das Heimatmuseum in Langelsheim erhält für die Sanierung und Neugestaltung 100.000 Euro Förderung und die barrierefreie Umgestaltung des Dorfplatzes in Kirchberg, Ortsteil der Stadt Seesen, wird ebenfalls mit 100.000 Euro bezuschusst. Hier wird die Umsetzung in diesem Frühjahr beginnen. Weitere Mittel stehen der Sternwarte St. Andreasberg zur Schaffung von inklusiven Bildungs- und Tourismusangeboten zur Verfügung. So soll einer breiten Zielgruppe die Astronomie als Natur- und Kulturgut näher gebracht werden. Passend dazu wird für den Oberharz ein umfassendes Beleuchtungskonzept zur Reduzierung der Lichtverschmutzung und zur Energie- und CO2-Einsparung aus LEADER-Mitteln finanziert. Antragsteller ist die Stadt Braunlage in Kooperation mit Clausthal-Zellerfeld. Das fünfte Projekt befasst sich mit der Kulturgeschichte des Oberharzes. Durch ein nachhaltiges Pflege- und Entwicklungskonzept werden die Trebra-Terrassen in Zellerfeld zu einem attraktiven und kulturellen innerstädtischen Freiraum entwickelt.

Projektideen, die in das Regionale Entwicklungsprogramm passen, können beim Regionalmanagement Westharz oder der Geschäftsstelle bei der WiReGo in Goslar eingereicht werden. Informationen sind im Internet unter www.rem-westharz.de zu finden.


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