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Nibelungen-Wohnbau feiert erstes Richtfest im Nördlichen Ringgebiet


Erstes Richtfest im Nördlichen Ringgebiet: Die Geschäftsführung der Nibelungen-Wohnbau-GmbH, Rüdiger Warnke und Maren Sommer-Frohms, ziehen gemeinsam mit Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer die Richtkrone über dem Gebäude mit der Adresse Bleibtreuweg 5 auf. Fotos: Frederick Becker
Erstes Richtfest im Nördlichen Ringgebiet: Die Geschäftsführung der Nibelungen-Wohnbau-GmbH, Rüdiger Warnke und Maren Sommer-Frohms, ziehen gemeinsam mit Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer die Richtkrone über dem Gebäude mit der Adresse Bleibtreuweg 5 auf. Fotos: Frederick Becker Foto: Frederick Becker

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04.08.2017

Braunschweig. Achteinhalb Monate nach dem ersten Spatenstich ist der Richtschmuck über dem ersten Neubau im Nördlichen Ringgebiet angebracht. Gemeinsam mit Oberbürgermei­ster Ulrich Markurth feierte die Nibelungen-Wohnbau-GmbH am heutigen Freitag Richtfest für ein Gebäude mit 28 Wohnungen.



Die städtische Wohnbaugesellschaft investiert dafür knapp zehn Millionen Euro. „Dies ist kein gewöhnliches Richtfest“, betonte Ober­bürgermeister UIrich Markurth in seinem Grußwort zum Richtfest. „Dieser Neubau ist der erste in einem komplett neuen Braunschweiger Stadtteil, der in einem ersten Bauabschnitt 550 Wohneinheiten umfasst. Davon baut die Nibelungen-Wohnbau-GmbH rund 200. Später werden hier insgesamt rund 1750 Wohneinheiten entstehen. Damit wird Braunschweig um einen Stadtteil mit viel Grünfläche in Universitäts- und Innenstadtnähe reicher. Er wird unsere Stadt insgesamt attraktiver machen. Das Nördliche Ringgebiet stellt den Kern der städtischen Wohnungsbau­offen­sive dar, mit der bis 2020 Baurecht für 5.000 Wohnungen geschaffen wird.“

Die Stadt reagiert auch als Schulträger auf diese Entwicklung: Der Oberbürgermeister hob hervor, dass die Grundschule Isoldestraße im Blick auf die Wohnbauprojekte im Nördlichen Ringgebiet umgebaut und erweitert wird, um auf die zu erwartende annähernde Verdoppelung ihrer Schülerzahl in den nächsten Jahren vorbereitet zu sein.


Der Braunschweiger Oberbürgermeister Ulrich Markurth sprach ein Grußwort. Foto: Frederick Becker



„Die Nibelun­gen-Wohnbau-GmbH hat hier die Rolle als Erschließungs­trägerin in einem großen und ehrgeizigen städtebau­lichen Projekt über­nommen.“, sagte Rüdiger Warnke, Vorsitzender der Geschäftsführung der städtischen Gesellschaft. Sie habe Wettbewerbe für Stadtplaner und Architekten ausgelobt, um ein leben­diges Stadtquartier zu schaffen, in dem Wohnungen, Gewerbe-, Arbeits- und Freizeit­nutzungen zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsumfeld zusammengefasst werden können. Die Integration dieser verschiedenen Nutzungen sei eine klassische Aufgabe für die Nibelungen-Wohnbau, die sich einer verantwortungs­vollen Stadtentwicklung verpflichtet fühlt. Daran beteiligten sich die Bauge­nossenschaften Wiederaufbau und Braun­schwei­ger Baugenossenschaft.


Die Geschäftsführung der Nibelungen-Wohnbau-GmbH, Rüdiger Warnke und Maren Sommer-Frohms. Foto:




„In dieser Wunschpartnerschaft kann an der Tauben­straße Geschosswohnungsbau mit sozialer Verant­wortung verwirk­licht werden“, ergänzte Geschäftsführerin Maren Sommer-Frohms. „Weitere Feste der Nibelungen-Wohnbau werden folgen: Der Bau zweier weiterer Gebäude in unmittelbarer Nachbar­schaft zeigt seit Beginn im Mai bereits gute Fortschritte. Bis Jahresende wird dort die Decke des Untergeschosses fertig sein und der Hochbau dann sichtbar werden.“ Dort entstünden 174 Mietwohnungen für Familien, Senioren und auch für Studenten samt Kindertages­stätte und kleinen Gewerbeeinheiten. 20 Prozent dieser Wohnungen seien gefördert.

Sommer-Frohms dankte Architekten und Bauarbeitern für ihre gute und termingerechte Arbeit. Sie betonte, die Wohnbau­gesell­schaft sei voll in ihrem Zeitplan: „Dabei ist die Gründung des Gebäudes mit einer Tiefgarage sehr aufwändig gewesen. Weil der Untergrund sandig ist und Platz für eine abgestufte Böschung fehlte, mussten die Seiten der vier Meter tiefen Baugrube mit einem Verbau aus Stahlträgern und Holzplanken abgestützt werden. Dies hat die Arbeiten erheblich erschwert.“

Bei dem Gebäude mit dem Arbeitstitel „Haus B“ handelt es sich um Drei- bis Fünfzimmer-Eigentumswohnungen an der Taubenstraße mit einer Fläche zwischen 83 bis 152 Quadratmetern. Vier davon sind behindertengerecht und rollstuhlge­eignet. Das Gebäude erhält vier Vollge­schosse und ein Staffelgeschoss mit Dachterrasse sowie eine Tiefgarage, in der jeder Stellplatz so ausgestattet wird, dass eine Ladebox für Elektrofahrzeuge leicht installiert werden kann. "Das ist absolut einzigartig. Diese Anschlüsse kann man aus technischen Gründen auch später nicht mehr nachrüsten", erklärt Mike Hübner Geschäftsführer der Proficon GmbH, die die Wohnungen vertreibt.


Der Polier sprach die traditionellen Worte. Foto: Frederick Becker





Die Fassade wird in Klinker­riemchen sowie verschiedenen Putz- und Werkstoff­oberflächen ausgeführt und erhält bodentiefe Fenster. Alle Wohnungen erhalten Terrassen oder Loggien. Das Dach wird begrünt und das Regenwasser kann auf dem Grundstück versickern.

Jetzt folgt der Innenausbau. In Kürze werden Fenster eingesetzt. Ferner beginnt die Installation der Elektrik sowie der Heizungs- und Sanitäranlagen. Die Fertigstellung wird im April 2018 erwartet. Daran schließen sich die Arbeiten für eine direkt angrenzende öffentliche Grünfläche an, die den Charakter eines Stadtangers erhält. Sie werden mit dem Endausbau der Straße koordiniert.

Der Grundsteinlegung des „Hauses B“ war ein Architektenwettbe­werb vorausgegangen, aus dem das Braunschwei­ger Architekturbüro O.M. Architekten BDA als einer der Sieger hervorging. Es erhielt daher auch den Auftrag für die Hochbauplanung.

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