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Niedersachsen: Landesregierung schreckt wegen Delta-Variante vor Lockerungen zurück



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Niedersachsen: Landesregierung schreckt wegen Delta-Variante vor Lockerungen zurück

Zu Beginn der Woche kam es an einem Gymnasium in Hildesheim zu einem heftigen Corona-Ausbruch unter Beteiligung der indischen Delta-Variante. Der Landesregierung bereitet das offenbar Sorgen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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Niedersachsen. Im derzeit geltenden Stufenplan selbst steht, dass für weitere Lockerungen ab diesem Schwellenwert "fast landesweit" eine stabile Lage unter 10 vorhanden sein müsste. Diese Schwelle ist nun bald erreicht. Auf Anfrage von regionalHeute.de will die Staatskanzlei hierzu vorerst keine Aussagen treffen. Man weist stattdessen auf einen Vorfall mit der indischen Delta-Variante in Hildesheim hin, der einen Ausblick auf die weitere Entwicklung geben könnte.



"Wir werden darüber natürlich nachdenken. Wenn dieses Nachdenken beendet ist, beantworten wir die Fragen nach weiteren Lockerungen", so Regierungssprecherin Anke Pörksen gegenüber regionalHeute.de. Auch die in Niedersachsen noch verhältnismäßig rigiden Kontaktbeschränkungen sollen erstmal bestehen bleiben, da private Feiern weiter ein wichtiger Übertragungsgrund seien. Im gleichen Atemzug nennt Pörksen einen Ausbruch an einer Schule in Hildesheim: Die hochaggressive Delta-Variante hatte am Gymnasium Himmelsthür für den schwersten Ausbruch im Jahr 2021 im Landkreis gesorgt. Insgesamt hätten sich laut der "Hildesheimer Allgemeinen" dort innerhalb kürzester Zeit 14 Schülerinnen und Schüler mit dem Coronavirus infiziert, bei sechs davon sei die indische Corona-Variante bereits nachgewiesen worden. Die Variante gilt als bis zu 50 Prozent ansteckender als die derzeit in Deutschland dominierende britische Variante B 1.1.7.. Es besteht der Verdacht, dass Impfungen gegen die Variante nur reduziert wirksam sind. In Niedersachsen seien von der indischen Variante bislang erst 35 Fälle bekannt. Darin sind die sechs Fälle aus Hildesheim laut dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt bereits eingeschlossen.

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Abschließend verrät Pörksen unter Berufung auf Aussagen des Ministerpräsidenten Stephan Weil dass man auch bei Inzidenzen unter 10 bei den Schutzmaßnahmen vorerst "nicht auf null" heruntergehen wolle. Ein bestimmter Grundschutz soll weiterhin bestehen bleiben.


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