Niedersachsen verbietet Tiertransporte in Nahost-Konfliktregionen

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat den Transport von Nutztieren in mehrere vom Nahost-Konflikt betroffene Staaten untersagt.

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Kühe (Archiv)
Kühe (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat den Transport von Nutztieren in mehrere vom Nahost-Konflikt betroffene Staaten untersagt. Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) teilte am Mittwoch mit, dass die Genehmigungen für Transporte von Rindern, Schafen, Ziegen und Hausschweinen nach und durch Länder wie den Irak, Iran, Israel, Jemen oder Saudi-Arabien mit sofortiger Wirkung nicht mehr erteilt werden.


Ein entsprechender Erlass sei an die zuständigen kommunalen Veterinärämter gegangen. Staatssekretärin Frauke Patzke begründete den Schritt mit der angespannten Sicherheitslage. Durch massive Luftangriffe und Gegenangriffe sei die Sicherheit der transportierten Tiere nach fachlicher Bewertung nicht mehr ausreichend gewährleistet, sagte sie.

Das Ministerium habe bereits 2022 Transporte wegen des Ukraine-Kriegs nach Belarus, Russland und in die Ukraine verboten; dies sei aus Tierschutzsicht ein weiterer unverzichtbarer Schritt. Das Verbot gilt auf unbestimmte Zeit. Hintergrund sind europäische Vorschriften, die Leiden der Tiere während des Transports verbieten.

Das ML sieht diese Vorgaben aufgrund des dynamischen Kriegsgeschehens nicht mehr als erfüllbar an. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik wurden 2024 noch 1.023 und 2025 vorläufig 825 Zuchtfärsen per Flugzeug in den Irak transportiert.


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