Acht Jahre DSGVO: Beschwerden in Niedersachsen auf Rekordniveau

Acht Jahre nach Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist das Interesse der Bürger an Datenschutz so groß wie nie zuvor.

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Junge Frau mit Laptop (Archiv)
Junge Frau mit Laptop (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Acht Jahre nach Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist das Interesse der Bürger an Datenschutz so groß wie nie zuvor. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen (LfD) hat mitgeteilt, dass die Zahl der Datenschutzbeschwerden im Land auf ein Rekordniveau gestiegen ist.


Im vergangenen Jahr verzeichnete die Behörde 4.022 Beschwerden, während es 2018 noch 1.012 waren. Besonders häufig beschwerten sich Bürger über Videoüberwachung, etwa durch private Kameras auf Nachbargrundstücke oder betriebliche Überwachung von Beschäftigten. Auch Webtracking, Cookie-Banner und die Veröffentlichung personenbezogener Daten im Internet sind Dauerthemen.

Gleichzeitig stiegen die Meldungen von Datenschutzverletzungen durch Unternehmen und öffentliche Stellen auf 1.607 im vergangenen Jahr, nach 370 Meldungen zu Beginn der DSGVO. Eine große Herausforderung für den Datenschutz stellt die rasante Verbreitung Künstlicher Intelligenz dar. KI-Anwendungen verarbeiten oft große Mengen personenbezogener Daten, deren Funktionsweise für Betroffene schwer nachvollziehbar ist.

Der LfD Niedersachsen hat eine eigene KI-Stabsstelle eingerichtet, um Unternehmen und öffentliche Stellen bei der rechtskonformen Nutzung zu beraten.

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