Hannover/Bremen. In Niedersachsen ist die Arbeitslosigkeit im April 2026 leicht gesunken, während sie im Land Bremen geringfügig gestiegen ist. Die Bundesagentur für Arbeit teilte am Donnerstag mit, dass in Niedersachsen 277.148 Menschen arbeitslos gemeldet waren, ein minus von 0,5 Prozent zum Vormonat aber ein plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In Bremen lag die Zahl bei 43.066 Arbeitslosen, ein plus von 0,3 Prozent zum Vormonat und ein minus 0,6 Prozent zum Vorjahr.
Die Arbeitslosenquote blieb in Niedersachsen stabil bei 6,2 Prozent. Im Land Bremen erhöhte sie sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 11,5 Prozent, blieb damit aber unter dem Niveau des Vorjahres.
Trotz der saisonalen Entwicklung bleibt die Lage angespannt.
Belastend wirken weiterhin die schwache Konjunktur, hohe Energiepreise sowie gestörte Lieferketten infolge internationaler Krisen. Hinzu kommt, dass die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose zuletzt deutlich nach unten korrigiert hat.
In Niedersachsen entwickelte sich die Beschäftigung zuletzt noch leicht positiv: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag zuletzt bei über 3,15 Millionen und stieg sowohl gegenüber dem Vormonat als auch im Jahresvergleich an.
Gleichzeitig nahm jedoch auch die sogenannte Unterbeschäftigung leicht zu. Diese umfasst neben den offiziell Arbeitslosen auch Personen, die etwa an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen oder kurzfristig nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
Im Land Bremen zeigte sich ein anderes Bild: Hier ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten leicht zurück.
Auch die Unterbeschäftigung sank im Vergleich zum Vorjahr.
Johannes Pfeiffer betonte, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremsten den Arbeitsmarkt deutlich. Umso wichtiger sei es, frühzeitig gegenzusteuern, etwa durch gezielte Vermittlungsangebote und sogenannte Arbeitsmarktdrehscheiben, die Betriebe mit Personalbedarf und von Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftigte zusammenbringen.
Zudem seien dringend neue Wachstumsimpulse erforderlich, um die Lage nachhaltig zu stabilisieren.
Arbeitsmarkt in Niedersachsen und Bremen weiter unter Druck
In Niedersachsen ist die Arbeitslosigkeit im April 2026 leicht gesunken, während sie im Land Bremen geringfügig gestiegen ist.
Bundesagentur für Arbeit (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

