Drei Tatverdächtige nach fingierter Bargeldübergabe in Wolfsburg festgenommen

Nach einer fingierten Bargeldübergabe in Wolfsburg-Detmerode sind drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen worden.

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Polizeiauto (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Wolfsburg. Nach einer fingierten Bargeldübergabe in Wolfsburg-Detmerode sind drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen worden. Das teilte die Polizei Braunschweig mit.


Die Zentrale Ermittlungsgruppe (ZEG) Cybertrading-Betrug der Polizei Braunschweig ermittelt derzeit unter Leitung der Zentralstelle Cybercrime Niedersachsen (ZCN) der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg gegen eine Tätergruppierung wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs im Bereich Cybertrading. Nach den bisherigen Ermittlungen ist ein 47 Jahre alter Geschädigter aus Wolfsburg seit Juli über TikTok und WhatsApp zur Nutzung einer manipulierten Handelsplattform verleitet worden.

Durch gezielte Täuschungen über vermeintliche Renditen und Anweisungen sei er dazu veranlasst worden, Überweisungen zu tätigen, Kredite und Darlehen aufzunehmen sowie insgesamt 40.000 EUR in bar zu übergeben. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 80.000 EUR. Nach einer weiteren angekündigten Bargeldübergabe von rund 11.000 EUR haben Polizeibeamte der Zentralen Kriminalinspektion Braunschweig am 26. Oktober gegen 18:17 Uhr auf der John-F.-Kennedy-Allee in Wolfsburg-Detmerode eingegriffen und im Anschluss an die Geldübergabe drei männliche Beschuldigte im Alter von 21, 22 und 25 Jahren in ihrem Fahrzeug vorläufig festgenommen.

Auf Antrag der ZCN erließ der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Wolfsburg am 27. Oktober einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 21-jährigen Beschuldigten, der das vermeintliche Geld vom Geschädigten in Empfang genommen hatte. Die beiden weiteren Fahrzeuginsassen wurden mangels dringenden Tatverdachts wieder aus dem Gewahrsam entlassen. "Die schnelle Inhaftierung ist ein unmissverständliches Zeichen und Ausdruck der intensivierten Anstrengungen im Bereich des Cybertrading-Betruges der zum 1. Juni gegründeten Zentralstelle. Der Geldempfänger ist ein unverzichtbares Glied im Bereich der bandenmäßigen Strukturen und wird von uns auch entsprechend verfolgt", sagte Oberstaatsanwalt Carsten Rosengarten, Leiter der ZCN der Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg.

Christian Priebe, Leiter der Zentralen Kriminalinspektion, bezeichnete die Festnahme als großen Erfolg der Polizei und als Ergebnis engagierter und professioneller Ermittlungsarbeit der ZEG im Kampf gegen Cybertrading-Betrug.


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