Eskalation nach friedlicher Versammlung in Göttingen

In Göttingen hat es nach einer zunächst friedlich verlaufenen Versammlung auf dem Marktplatz am Samstagabend zu einer Eskalation gekommen.

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Polizei (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Göttingen. In Göttingen hat es nach einer zunächst friedlich verlaufenen Versammlung auf dem Marktplatz am Samstagabend zu einer Eskalation gekommen. Die Polizei teilte mit, dass die Situation beim Abmarsch der Teilnehmenden durch einen spontanen Gegenprotest angespannt wurde.


Um ein Aufeinandertreffen der Gruppen zu verhindern, setzten die Einsatzkräfte auch Pfefferspray ein. Nach ersten Erkenntnissen erlitten mehrere Polizeibeamte Reizstoffverletzungen, während keine Informationen über Verletzungen bei den Teilnehmenden vorliegen. Die Versammlung, die unter dem Motto »Öffentlicher Rosenkranz gegen Abtreibung« stattfand, zog rund 20 Teilnehmende an, die ihre ablehnende Haltung gegenüber Schwangerschaftsabbrüchen zum Ausdruck brachten.

Diese Versammlung verlief bis zu ihrer Beendigung friedlich. Im Umfeld formierte sich jedoch ein spontaner Gegenprotest, der bereits zu Beginn der Versammlung durch Zwischenrufe und laute Musik störte.

Die Polizei bildete eine Kette, um die beiden Gruppen voneinander zu trennen und ein direktes Aufeinandertreffen zu verhindern. Nach dem Ende der Versammlung begaben sich die Teilnehmenden in Richtung ihrer Fahrzeuge. Dabei versuchten Personen aus dem Gegenprotest, die Polizeikette zu durchbrechen.

Um dies zu verhindern, mussten die Einsatzkräfte unmittelbaren Zwang anwenden, was zu rund 200 einzelnen Zwangsanwendungen führte. Die Polizei ist derzeit dabei, den genauen Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren und mögliche Straftaten zu prüfen.


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