Hannover. Die Grünen im Niedersächsischen Landtag haben den Kompromiss im Volkswagen-Aufsichtsrat als notwendigen Schritt bezeichnet, mahnen aber weitere konkrete Maßnahmen an. Das teilte Fraktionschefin Anne Kura am Freitag mit.
Der Einfluss des Landes und der Arbeitnehmervertretung bleibe erhalten, ein offener Machtkampf sei abgewendet worden.
Kura erklärte, der Vorstand habe nun den Auftrag, Perspektiven für alle europäischen Standorte zu suchen. Besonders die Werke in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm bräuchten tragfähige Konzepte.
Allein das Schlagwort "Zukunftsplan 2030" sei noch kein Plan, die Frage nach der langfristigen Auslastung der Werke bleibe offen. Auch die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze müssten schnell konkretisiert werden, um den Beschäftigten Klarheit zu geben.
Darüber hinaus forderte Kura eine offensivere Industriepolitik von EU und Bund, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu sichern.
Nötig sei ein fairer Wettbewerb mit China, etwa durch die Ausweitung bestehender Zölle auf Plug-in-Hybride. Volkswagen selbst brauche gute, bezahlbare Autos, neue Produkte und Investitionen.
Gesundschrumpfen dürfe nicht die einzige Lösung sein.
Grüne im Landtag fordern nach VW-Kompromiss echten Zukunftsplan
Die Grünen im Niedersächsischen Landtag haben den Kompromiss im Volkswagen-Aufsichtsrat als notwendigen Schritt bezeichnet, mahnen aber weitere konkrete Maßnahmen an.
Anne Kura (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur
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