In Niedersachsen mehr angemeldete Prostituierte und Prostitutionsgewerbe

Die Zahl der angemeldeten Prostituierten und der erlaubnispflichtigen Prostitutionsgewerbe in Niedersachsen ist zum Jahresende 2025 erneut gestiegen.

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Prostituierte (Archiv)
Prostituierte (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Hannover. Die Zahl der angemeldeten Prostituierten und der erlaubnispflichtigen Prostitutionsgewerbe in Niedersachsen ist zum Jahresende 2025 erneut gestiegen. Das Landesamt für Statistik Niedersachsen teilte am Dienstag mit, dass zu diesem Stichtag 304 Erlaubnisse für ein Prostitutionsgewerbe nach dem Prostituiertenschutzgesetz gültig waren, ein Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


Zudem verfügten 2.827 Personen über eine gültige Anmeldebescheinigung, 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Von den angemeldeten Prostituierten waren 94 zwischen 18 und 20 Jahren alt, ein Plus von 2,2 Prozent. 1.951 Personen gehörten der Altersgruppe von 21 bis 44 Jahren an, ein Anstieg von 2,8 Prozent.

782 Personen waren 45 Jahre oder älter, ein Plus von 17,1 Prozent. Seit 2021 ist in allen Altersgruppen ein kontinuierlicher Anstieg der gültigen Anmeldebescheinigungen zu beobachten. Die Mehrheit der angemeldeten Prostituierten besaß keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Von den 2.436 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit stammten 2.203 aus europäischen Staaten. Europäische Staatsangehörige ohne deutsche Staatsangehörigkeit stellten damit mit 77,9 Prozent die größte Gruppe.

Am häufigsten waren rumänische (839), bulgarische (500) und ungarische (248) Staatsangehörige vertreten. Bei den Erlaubnissen für ein Prostitutionsgewerbe handelte es sich überwiegend um Prostitutionsstätten beziehungsweise Bordelle (275). Hinzu kamen 23 Erlaubnisse für Prostitutionsfahrzeuge und 6 Erlaubnisse für Prostitutionsvermittlungen.

Die Angaben beruhen auf Verwaltungsdaten; erfasst werden ausschließlich angemeldete Prostituierte und erlaubnispflichtige Prostitutionsgewerbe, nicht die illegale Prostitution. Die Zahl der angemeldeten Prostituierten und der Prostitutionsgewerbe nähert sich damit wieder den Werten vor der Corona-Pandemie an.


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