Inflationsrate in Niedersachsen sinkt auf 2,9 Prozent

Die Inflationsrate in Niedersachsen ist im Oktober auf 2,9 Prozent gesunken.

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Supermarkt (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Hannover. Die Inflationsrate in Niedersachsen ist im Oktober auf 2,9 Prozent gesunken. Das teilte das Landesamt für Statistik Niedersachsen am Freitag mit.


Nach vorläufigen Ergebnissen ging die Rate erstmals seit Juni wieder zurück; im September hatte sie bei 3,3 Prozent gelegen und damit den höchsten Stand seit Dezember 2023 erreicht. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Deutlich über dem Vorjahresniveau lagen die Energiepreise mit plus 11,9 Prozent.

Kraftstoffe verteuerten sich um 28,7 Prozent, darunter Diesel um 42,7 Prozent und Superbenzin um 24,5 Prozent. Haushaltsenergie lag mit plus 1,2 Prozent leicht über dem Vorjahr.

Leichtes Heizöl stieg um 80,1 Prozent und feste Brennstoffe um 13,0 Prozent, während Erdgas ohne Betriebskosten 5,3 Prozent, Fernwärme 4,3 Prozent und Strom 2,6 Prozent günstiger waren. Der Gesamtindex ohne Heizöl und Kraftstoffe stieg um 1,7 Prozent.

Gegenüber September gingen die Energiepreise um 2,2 Prozent zurück, vor allem wegen um 6,1 Prozent gesunkener Kraftstoffpreise. Als Grund gilt die zum 1. Oktober eingeführte Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Die Nahrungsmittelpreise lagen um 0,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Molkereiprodukte waren 4,4 Prozent günstiger, Milch 10,5 Prozent und Butter 21,6 Prozent. Obst war 4,3 Prozent billiger.

Höhere Preise gab es bei Gemüse mit plus 5,4 Prozent, darunter Gurken mit plus 16,7 Prozent, Paprika mit plus 16,6 Prozent und Kartoffeln mit plus 13,6 Prozent. Eier verteuerten sich um 13,2 Prozent.

Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,3 Prozent. Dienstleistungen ohne Nettokaltmieten verteuerten sich um 3,0 Prozent; das war der niedrigste Anstieg seit August 2022. Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen stiegen um 4,0 Prozent, Gaststättendienstleistungen um 4,2 Prozent und Übernachtungen um 3,2 Prozent. Wartung und Reparatur von Fahrzeugen kosteten 6,3 Prozent mehr, Instandhaltung und Reparatur der Wohnung 5,9 Prozent und kombinierte Personenbeförderungsdienstleistungen ebenfalls 5,9 Prozent.

Die Nettokaltmieten stiegen um 1,9 Prozent, die Wohnungsnebenkosten um 5,0 Prozent. Müllabfuhr verteuerte sich um 5,4 Prozent, Abwasserentsorgung um 3,9 Prozent und Wasserversorgung um 3,4 Prozent.

Der Gesamtindex für Dienstleistungen stieg um 2,7 Prozent.

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