Nordenham. Bei der Kontrolle eines Tankschiffes im Hafen von Nordenham haben Einsatzkräfte am Mittwoch eine größere Menge ölhaltiger Abfälle festgestellt. Wie die Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg mitteilte, lagerten die Verantwortlichen die Abfälle in mehreren Kunststofffässern an Bord und verstießen damit gegen die geltenden Vorschriften, die für ölhaltige Abfälle ausschließlich zugelassene Tanks vorsehen.
Insgesamt befanden sich den Angaben zufolge acht Fässer mit rund 1.000 Litern ölhaltiger Abfälle an Bord, darunter Ölschlamm aus Schweröltanks sowie mit Öl verunreinigte Lappen.
Zur Sicherung des weiteren Verfahrens wurde eine richterlich angeordnete Sicherheitsleistung in Höhe von 1.000 Euro erhoben, die zwei Verantwortliche des Schiffes entrichteten. Die Hafenbehörde Brake ordnete außerdem die ordnungsgemäße Entsorgung der Abfälle an und ahndete einen festgestellten Meldeverstoß.
Die Kontrolle erfolgte auf einen Hinweis der zuständigen Hafenbehörde.
Wasserschutzpolizei und Hafenbehörde nehmen im maritimen Umweltschutz unterschiedliche Aufgaben wahr: Die Wasserschutzpolizei ist für die Verfolgung von Umweltstraftaten und Ordnungswidrigkeiten in der Schifffahrt zuständig, während die Hafenbehörde die Einhaltung abfallrechtlicher Vorschriften überwacht, etwa die Anmeldung und Abgabe von Schiffsabfällen.
Ölhaltige Abfälle auf Tankschiff in Nordenham falsch gelagert
Bei der Kontrolle eines Tankschiffes im Hafen von Nordenham haben Einsatzkräfte am Mittwoch eine größere Menge ölhaltiger Abfälle festgestellt.
Motorrad-Polizist (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur
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