Tonne: GRW-Förderung für Handwerk und Kommunen wurde überarbeitet

Das Land Niedersachsen kann künftig mit einer reformierten Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) breitere Fördermöglichkeiten anbieten.

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Grant Hendrik Tonne (Archiv)
Grant Hendrik Tonne (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Das Land Niedersachsen kann künftig mit einer reformierten Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) breitere Fördermöglichkeiten anbieten. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen am Mittwoch mit.


Nach einer Verständigung von Bund und Ländern wurde das bedeutsamste Instrument der Wirtschaftsförderung in Deutschland überarbeitet, um noch mehr in strukturschwache Regionen zu wirken. Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bezeichnete die GRW als "Flaggschiff" der niedersächsischen Wirtschaftsförderung. "Mit dem angepassten Design werden wir insbesondere für das Lebensmittelhandwerk und die Kommunen bei ihrer Gewerbegebietsentwicklung Türen öffnen", sagte er. Auf niedersächsischen Vorschlag hin werde der Handwerksbereich bei der betrieblichen Investitionsförderung deutlich prominenter platziert, sodass beispielsweise kleinere Bäckereien Zuschüsse für klimafreundliche Elektroöfen erhalten können. Für Kommunen mit angespannter Haushaltslage sieht die Neuausrichtung eine Experimentierklausel vor, die künftig anteilig auch Grunderwerbskosten für die Gewerbeflächenerschließung förderfähig macht.

Im Jahr 2026 stehen Niedersachsen rund 80 Millionen Euro zur Verfügung, um Investitionen von Unternehmen und Kommunen zu hebeln. Die neuen Förderoptionen sollen zügig in bestehende Programme übernommen und dann bei der Niedersächsischen Investitions- und Förderbank (NBank) beantragt werden können.

Im vergangenen Jahr hatte die GRW laut Tonne in Niedersachsen Investitionen von über 420 Millionen Euro ausgelöst und über 650 Arbeitsplätze geschaffen.

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