Bremen. Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag zu einem bundesweiten Streik im kommunalen Nahverkehr aufgerufen, der auch die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) betrifft. Das teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.
Es ist davon auszugehen, dass der öffentliche Personennahverkehr in der Stadt weitgehend zum Erliegen kommt.
Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle begründete den Schritt mit extrem ungünstigen Arbeitsbedingungen, hoher Fluktuation und Zeitdruck. In den bisherigen Verhandlungen hätten die Arbeitgeber fast jede Verbesserung verweigert.
Die Beschäftigten fordern unter anderem eine bessere Bezahlung von Überstunden für Teilzeitkräfte, höhere Zuschläge für Nachtarbeit zwischen 21:00 und 06:00 Uhr sowie eine Begrenzung der maximalen Dienstausdehnung auf 13 Stunden.
Die Gewerkschaft kritisiert zudem, dass der Bremer Senat ein Einsparprogramm für die BSAG bis 2027 in Höhe von rund 42 Millionen Euro beschlossen habe, während gleichzeitig eine Ausbauoffensive mit Taktverdichtung und neuen Linien vorangetrieben werde. Für Maschinen und Infrastruktur seien hohe Summen verfügbar, für die Beschäftigten hingegen kreise der 'Sparhammer'.
Eine Streikkundgebung ist für Montag, 10:00 Uhr, an der BSAG-Zentrale am Flughafendamm 12 geplant.
Verkehrsbetriebe in Bremen bestreikt
Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag zu einem bundesweiten Streik im kommunalen Nahverkehr aufgerufen, der auch die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) betrifft.
Verdi (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

