Weniger Clan-Straftaten und Rekord bei Vermögensabschöpfung in Niedersachsen

Die niedersächsische Landesregierung hat am Montag das sechste Gemeinsame Lagebild zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen vorgelegt.

von


Polizei (Archiv)
Polizei (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Hannover. Die niedersächsische Landesregierung hat am Montag das sechste Gemeinsame Lagebild zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen vorgelegt. Wie das Innen- und das Justizministerium in Hannover mitteilten, ist die Zahl der registrierten Straftaten mit Bezug zur Clankriminalität im vergangenen Jahr erneut gesunken: 2025 wurden 2.691 Fälle gezählt, 454 weniger als im Vorjahr.


Damit sinken die Fallzahlen bereits zum dritten Mal in Folge und erreichen ein Fünfjahrestief. Der Anteil an der Gesamtkriminalität liegt bei 0,53 Prozent. Insgesamt registrierte die Polizei 2.411 Tatverdächtige, mehr als die Hälfte davon mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Gut 48 Prozent der Tatverdächtigen sind Mehrfachtäter. Die mit Abstand größte Deliktsgruppe bilden Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit: 934 Fälle wurden erfasst, ein Rückgang um mehr als acht Prozent.

Darunter sind 520 Körperverletzungen. Bei der Vermögensabschöpfung verzeichneten die Behörden einen Rekordwert: Rund 5,35 Millionen Euro wurden vorläufig gesichert, so viel wie in den vergangenen fünf Jahren nicht. Innenministerin Daniela Behrens sprach von einem Beleg für die Wirksamkeit der langfristig angelegten Bekämpfungsstrategie.

Justizministerin Kathrin Wahlmann betonte, kriminelle Clans hätten in Niedersachsen keine Chance; man treffe sie "mit der vollen Härte des Strafrechts" und entziehe ihnen die finanzielle Grundlage.

Weitere spannende Artikel

Themen zu diesem Artikel


Polizei