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Nur Bares ist Wahres: Warum Kartenzahlung nicht immer geht

von Anke Donner


Die Kartenzahlung wird oft und gerne genutzt. Doch nicht alle Händler machen mit. Warum das so ist, erklärt die Volksbank BraWo. Symbolfoto: Anke Donner
Die Kartenzahlung wird oft und gerne genutzt. Doch nicht alle Händler machen mit. Warum das so ist, erklärt die Volksbank BraWo. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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30.12.2017

Region. Geschenke und Einkäufe zu bezahlen geht auf vielfältige Weise - bar, mit Karte, als Gutschein und seit neuestem auch kontaktlos. Doch nicht alle Händler bieten die bargeldlose Zahlweise an. regionalHeute.de hat einmal bei der Volksbank BraWo nachgefragt, warum auch in der heutigen Zeit viele Händler keine Kartenzahlung anbieten.



Besonders in der Weihnachtszeit wechseln Ware und Geld den Besitzer, wie zu keiner anderen Zeit des Jahres. Rund 466 Euro gab jeder Deutsche in diesem Jahr laut Handelsverband Deutschland für Weihnachtsgeschenke aus. Gerne und immer häufiger wird dabei die Kredit- oder Girokarte gezückt, bestätigt die Volksbank BraWo. Doch nicht alle Händler machen mit beim bargeldlosen Bezahlen. Woran das liegt, weiß Norman Lies, PressesprecherVolksbank eG Braunschweig Wolfsburg

"Bargeldloses Zahlen hat sich in den vergangenen Jahren weiter vermehrt, hierbei legten vor allem die bargeldlose Zahlweise mit Giro- oder Kreditkarten zu. Seit 2010 stieg hier der jährliche Umsatz um rund 30 Prozent am gesamten Zahlungsverkehr. Der Anteil der Girocard-Zahlungen an der Anzahl der getätigten Transaktionen steigt langsam, aber kontinuierlich. Im Jahr 2016 wurden im bargeldlosen Zahlungsverkehr deutschlandweit knapp drei Milliarden Transaktionen mit Giro- oder Kreditkarte getätigt", so Lies.

Dennoch sei die Bargeldzahlung in Deutschland weiterhin mit rund 78 Prozent das deutlich verbreitetste Zahlungsmittel. Das heißt, vier von fünf Transaktionen werden bar abgewickelt. Jedoch würde die Tendenz über die Jahre leicht sinken. Im Jahr 2008 waren es noch fast 83 Prozent. Beim erwirtschafteten Umsatz würden sich die Zahlungsarten dagegen die Waage halten. Beide machen rund 50 Prozent des jährlichen Umsatzes im Einzelhandel aus, erklärt Lies.

Warum viele Händler nicht mitmachen


Besonders kleine Einzelhandels-Geschäfte bieten oftmals keine Kartenzahlung an. Der Grund könnte in den Kosten liegen, die dem Händler entstehen. "Die Anschaffung und der Betrieb eines Kartenterminals verursachen für den Geschäftsinhaber Kosten, da Banken Preise für die Dienstleistung erheben, das Terminal bereitzustellen. In Geschäftsbereichen, in denen der Händler ohnehin eine geringere Marge hat, entscheiden sich viele – insbesondere kleinere – Händler Kartenzahlung gar nicht oder erst ab einer bestimmten Summe zuzulassen, um die Kosten einzusparen", weiß Norman Lies.

Kontaktloses Zahlen



Mit vielen Geldkarten kann schon jetzt kontaktlos bezahlt werden. Foto:



Die Technik wird immer fortschrittlicher und das Zahlen an der Kasse damit immer einfacher. Wer nun seine Einkäufe bargeldlos bezahlen will, braucht die Karte nicht einmal mehr in das Kartenterminal stecken. Ein Vorhalten der Karte genügt und der Betrag wird gebucht. Die Funk­technik NFC macht es möglich. NFC steht für Near Field Communication, was so viel heißt wie Nahfeld­kommunikation. Die Karten, mit denen das kontaktlose Bezahlen möglich ist, erkennt man an dem Funk-Symbol auf der Karte.

"Seit dem Frühjahr 2017 rüstet der Handel bundesweit die Bezahlterminals für kontaktlose Kartenzahlungen um. Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel, aber auch andere große Filialisten akzeptieren vermehrt die kontaktlose Karte. Voraussichtlich wird bis Ende 2018 der Großteil der im Handel befindlichen Terminals kontaktlose Zahlungen abwickeln können", so Lies.


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