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Nur noch Zweitimpfungen - Landkreis Gifhorn bricht Impfkampagne an Schulen vorerst ab



Gifhorn

Nur noch Zweitimpfungen - Landkreis Gifhorn bricht Impfkampagne an Schulen vorerst ab

Angestellte über 60 erhalten ein kurzfristiges Impfangebot mit AstraZeneca. Für alle anderen fehle nun der Impfstoff.

(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Robert Braumann

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Gifhorn. Am gestrigen Tage hat den Landkreis Gifhorn die Nachricht des Landes Niedersachsen erreicht, dass das Impfzentrum Gifhorn, wie auch die anderen Impfzentren in Niedersachsen, die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna in den kommenden Wochen ausschließlich noch für Zweitimpfungen zugeliefert bekommt. In der Folge kann die gerade begonnene Impfkampagne an den weiterführenden Schulen nicht wie geplant weitergeführt werden. Seitens des Landkreises wird diese Entwicklung außerordentlich bedauert. Die betroffenen Schulen seien bereits am gestrigen Dienstag informiert worden.



Der Landkreis Gifhorn habe sich im Verlauf der Impfkampagne seit Anfang des Jahres insbesondere im Bereich der Schulen dafür eingesetzt, dem betroffenen Personenkreis schnellstmöglich ein Impfangebot zu unterbreiten. So sei es nach Bekanntwerden der Impfberechtigung beispielsweise gelungen, den Bereich der Grund-, Sonder- und Förderschulen in den Osterferien in kurzer Zeit zu impfen. Die Impfungen des Personals der weiterführenden Schulen wurden durch das Land Niedersachsen ab dem 1. Mai freigegeben. Der Landkreis Gifhorn hatte ab diesem Zeitpunkt Impfstoff für die Schulen fest eingeplant. Als frühestmöglicher Starttermin, aufgrund der sehr knappen Impfstoffversorgung, kristallisierte sich der 8. Mai heraus. Ab diesem Tag hat das Impfzentrum Gifhorn ohne Umschweife auch mit den Impfungen begonnen. Auch eine frühere Erfassung des impfwilligen Personals hätte somit zu keinem früheren Start geführt. Bei den am Ende eines Impftages übrig bleibenden Restdosen handelt es sich nur um Kleinstmengen, die im Rahmen der bereits impfberechtigten Prioritäten eingesetzt werden. Impfstoff wird im Landkreis Gifhorn unter keinen Umständen verworfen.

Impfstofflieferungen bleiben aus


Der vorrangig beschränkende Faktor ist und bleibt der Impfstoff. Diesen können die Impfzentren nicht nach Bedarf bestellen, sondern bekommen ihn vom Land Niedersachsen zugeteilt. Der Landkreis Gifhorn hatte sich zum Ziel gesetzt, das Personal in den Schulen schnellstmöglich durchzuimpfen und in diesem Zusammenhang sehr auf die Impfstoffankündigungen für die kommenden Wochen gehofft. Nun blieben gerade die Lieferungen aus, die auch für die Erstimpfungen der Schulen hätten verwendet werden können. Dass die Impfungen nun im Bereich der weiterführenden Schulen ins Stocken kommen, ist daher nicht dem Landkreis Gifhorn anzulasten.
Damit das Impfen an den weiterführenden Schulen trotzdem für wenigstens einen Teil des Personals weitergehen kann, werden dort alle Personen, die 60 Jahre oder älter sind, ein kurzfristiges Angebot für eine Impfung mit AstraZeneca erhalten. Für die Kolleginnen und Kollegen unter 60 Jahren ist der Impfstoff nicht zugelassen und darf durch die Impfzentren nicht eingesetzt werden.

Sobald wieder ausreichend Impfstoff seitens des Landes zur Verfügung gestellt wird, setzt der Landkreis Gifhorn umgehend die Impfungen im Bereich der weiterführenden Schulen fort.


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