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Öffentliche Versicherung erlebte eines der höchsten Schadensjahre in ihrer Geschichte

Die Bilanz des letzten Geschäftsjahres fällt in den Augen der Öffentlichen Versicherung dennoch positiv aus.

Das Hauptgebäude der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig.
Das Hauptgebäude der Öffentlichen Versicherung in Braunschweig. Foto: Öffentliche Versicherung

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15.05.2020

Braunschweig. Obwohl die Belastungen durch Naturereignisse mit 937 Schäden und einer Schadensumme von rund 2,6 Millionen Euro durch ein Hagelereignis am 15. Juni im Vergleich zu den Vorjahren verhältnismäßig moderat ausgefallen sind, erlebte die Öffentliche Versicherung erneut eines der höchsten Schadenjahre ihrer Geschichte in Folge: Mit 175,1 Millionen Euro befindet sich der Bruttoaufwand für Versicherungsfälle rund vier Prozent unter dem historischen Vorjahreswert von 182,1 Millionen Euro. Weiterhin würden auch die Schäden im Kfz-Bereich den größten Schadenanteil ausmachen. Der Haftpflicht-Schaden bei zwei lebensgefährlich Verletzten, die unter anderem mit Reha-Maßnahmen begleitet werden mussten, sei besonders hch gewesen. Generell seien Kfz-Schäden jedoch kostentechnisch gut einzuschätzen, da es oft einer besseren Technik, etwa im Bereich Sensorik, bedürfe. Wie die Öffentliche Versicherung in einer Pressemitteilung über die Bilanz des zurückliegenden Geschäftsjahrs berichtet, sei sie trotz der erheblichen Schäden zufrieden mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres.


Die regulierten Feuerschäden gingen mit 1.587 Schäden und rund 11,3 Millionen Euro Schadenaufwand wieder deutlich zurück: Im Vorjahr regulierte die Öffentliche insgesamt Großschäden sowie hitzebedingten Schäden in der Landwirtschaft zustande kamen. 2.057 Feuerschäden mit rund 20,5 Millionen Euro Schadenaufwand, die im Wesentlichen durch die Rekordhitze im Sommer 2018 mit zahlreichen Großschäden sowie hitzebedingten Schäden in der Landwirtschaft zustande kamen. Leicht rückläufig war auch die Zahl von 940 Einbruchdiebstahlschäden mit einem Aufwand von rund 2,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1.035 Schäden mit rund 2,8 Millionen Euro Aufwand) sowie insgesamt 7.227 Leitungswasserschäden mit rund 24,4 Millionen Euro Aufwand (Vorjahr: 7.426 Schäden, allerdings mit rund 23,8 Millionen Euro Aufwand). Trotz der leichten Rückgänge bei der Schadenhäufigkeit sind diese Werte noch immer konstant auffällig hoch.

Kfz-Schäden machen Löwenanteil der Schäden aus


Den nach wie vor größten Anteil an den Schäden in der Sachversicherung machen für die Öffentliche die Kfz-Schäden aus. Mit 36.376 Schäden und einer Schadensumme von rund 102,2 Millionen Euro regulierte die Öffentliche im Vergleich zum Vorjahr (35.994 Schäden mit rund 90 Millionen Euro Schadenaufwand) erneut eine deutlich gestiegene Anzahl. Die Kfz-Schäden in 2019 teilten sich insgesamt in 13.838 Haftpflichtschäden mit rund 64,6 Millionen Euro Schadenaufwand und 22.538 Kaskoschäden (davon rund 42 Prozent Glasbruchschäden) mit rund 37,6 Millionen Euro Schadenaufwand auf. Darunter fällt auch der bisher größte Kfz-Haftpflicht-Schaden in der Geschichte der Öffentlichen mit zwei lebensgefährlich Verletzten, für die die Öffentliche bisher rund 10,1 Millionen Euro zurückgestellt hat. Mit Reha-Maßnahmen und weiteren unterstützenden Angeboten wie dem Umbau von Haus und Fahrzeug begleitet die Öffentliche die Betroffenen und unterstützt so die Milderung der durch den Unfall entstandenen Folgen.

"Positives Ergebnis des Geschäftsjahrs"


Vorstandsmitglied Dirk Gronert ist vor diesen Hintergründen mit dem Ergebnis der Sachversicherung insgesamt zufrieden: „Die Aufwendungen für Schadenfälle blieben auch ohne eine Häufung von Naturereignissen oder eine wochenlang anhaltende Hitzeperiode auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den Vorjahren. Insbesondere bei den Kfz-Schäden kann man die gestiegenen Kosten gut erkennen, die durch immer kostenintensivere Technik – zum Beispiel im Bereich der Sensorik – auch bei kleinen Schäden zustande kommen. Dennoch konnten wir ein positives Ergebnis erzielen und uns an vielen Stellen weiter verbessern.“


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