Rudolf Ordon: "Kein Surfertreff an der Marktbrücke"




Wolfenbüttel. Wolfenbüttel und seine Oker sollen sich nicht als Surferparadies eignen. Deshalb lehnt der FDP-Vertreter im Rat der Stadt Wolfenbüttel, Rudolf Ordon, einen Umbau des Wehrs an der Marktbrücke ab. Dafür gäbe es zahlreiche Gründe:

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Rudolf Ordon. Foto: privat



„Der Hinweis auf München und seinen Surf-Spot im Englischen Garten als Begründung überzeugt nicht, da die Strömungsverhältnisse, Wasserstände und das Flussbett der Oker und der Isar völlig verschieden sind. Gerade in längeren Hitzeperioden führt die Oker viel zu wenig Wasser. Ein Aufstauen der Oker würde zahlreiche Fischarten bedrohen, deren Bestand und Vielfalt Angelsportler seit Jahren versuchen zu vermehren. Gerade deshalb wurde mit erheblichen Investitionen eine Fischtreppe an der Marktbrücke eingerichtet. Zudem müsste das Wehr in wesentlichen Teilen umgebaut werden, der Uferbereich vor und hinter dem Wehr müsste grundlegend verändert werden, um Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten für Surfer zu schaffen. Ein derartiger Eingriff in den Ökoraum Oker ist nicht zu verantworten. Außerdem stehen die Kosten, die der Wolfenbütteler Steuerzahler zu tragen hätte, in keinem angemessenen Verhältnis zu dem Spaßgewinn, den einige wenige Sportler hätten. Es macht auch wenig Sinn, das vielfältigen Wolfenbütteler Freizeitangebot, das im kommenden Jahr durch die Wiedereröffnung des Stadtbades mit Minigolfanlagen u. ä. erweitert wird, durch eine problematische Surferanlage auszudehnen.

Die FDP lehnt es auch grundsätzlich ab, für jedes Hobby in Wolfenbüttel ein Angebot vorzuhalten, vor allem dann, wenn es zu Lasten der Steuerzahler in dieser Stadt geht. Wer surfen will, sollte die Angebote in München, auf Sylt oder vor Hawaii nutzen", so Ordon.


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