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Ortsbürgermeister bekommt deutliche Ansage von Migrationsgegnern



Salzgitter

Ortsbürgermeister bekommt deutliche Ansage von Migrationsgegnern

Christian Striese will sich abermals an den Staatsschutz wenden, um das weitere rechtliche Vorgehen abzustimmen.

von Julia Fricke


Christian Striese, CDU-Ratsherr und Ortsbürgermeoster Ortsrat Nordost. (Archivbild)
Christian Striese, CDU-Ratsherr und Ortsbürgermeoster Ortsrat Nordost. (Archivbild) Foto: Alexander Dontscheff

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Salzgitter. Erneut bekam Christian Striese, Ortsbürgermeister des Ortsrates Nordost eine Botschaft von mutmaßlichen Migrationsgegnern. Während bereits im Oktober ein Pappschild mit der Aufschrift "Striese hau ab hier!!! Und nimm deine Neubürger mit!!" am Büro aufgehängt wurde, befand sich die Botschaft jetzt im Briefkasten des Quartiersmanagements in Steterburg. In diesem bezieht sich der Schreiber auf die Allee-Bepflanzungen an der Danziger Straße und schreibt "...das ändert aber auch nichts an den Zuständen die hier seit drei bis vier Jahren herrschen, das macht mittlerweile auch nichts mehr besser außer vielleicht ein Ghetto mit einer Allee!!!" Christian Striese will sich nochmals an den Staatsschutz wenden, um das weitere rechtliche Vorgehen abzustimmen, wie der CDU-Politiker gegenüber regionalHeute.de berichtet.



"Er beschuldigt den Oberbürgermeister Klingebiel und mich, dass wir für die Verschlechterung der Wohnqualität verantwortlich seien. Dies ist natürlich unzutreffend. Oberbürgermeister Klingebiel und ich arbeiten auf verschiedenen Ebenen mit mehreren Ansätzen an einer Verbesserung der Wohnqualität in Steterburg. Die Aufnahme in die Städtebauförderung und die damit verbundenen baulichen Maßnahmen auf städtischen Flächen sind da nur ein Baustein", so Striese weiter.

Zudem würden die sozialen Hilfestellungen weiter ausgebaut werden. Der Großeigentümer des alten Siedlungsbestandes, der hauptsächlich wirtschaftliche Interessen verfolge, werde immer wieder aufgefordert Verbesserungen vorzunehmen. Doch dies alles scheine dem Briefeschreiber nicht schnell genug zu gehen, spekuliert Striese weiter, der einen Zusammenhang zwischen dem Brief, dem aufgehängten Schild und einem vorherigen Brief, der ebenfalls beim Quartiersmanagement eingeworfen wurde, sieht. Der Tenor sei bei allen gleich gewesen.

"...mittlerweile ist es wohl so[,] das[s] dieser Striese hier nicht mehr gern gesehen wird", schließt der Schreiber seinen Brief ab. Seine ehrenamtliche Arbeit in Steterburg wolle Striese mit den zahlreichen Unterstützern weiter fortsetzen.


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