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Peine hat die höchsten Wohnnebenkosten im Land - Braunschweig liegt auf Platz 3

Der Bund der Steuerzahler hat die 25 größten niedersächsischen Städten verglichen. Wolfsburg hat den drittgünstigsten Wert.

Die durchschnittliche Wohnnebenkostenbelastung liege in den 25 untersuchten Städten bei 1.192 Euro im Jahr. Symbolbild
Die durchschnittliche Wohnnebenkostenbelastung liege in den 25 untersuchten Städten bei 1.192 Euro im Jahr. Symbolbild Foto: Pixabay

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15.05.2020

Region. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat erstmals die Wohnnebenkosten in den 25 größten niedersächsischen Städten verglichen und teilt die Ergebnisse jetzt in einer Pressemitteilung mit. Demnach müssen die Bewohner in Peine mit 1.411 Euro im Jahr am meisten bezahlen. Neben Peine stehen Celle (1.389 Euro) und Braunschweig (1.351 Euro) auf dem unrühmlichen Podest der teuersten Städte, so der BdSt.


Die durchschnittliche Wohnnebenkostenbelastung liege in den 25 untersuchten Städten bei 1.192 Euro im Jahr. Darunter liegt in unserer Region nur Wolfsburg mit 1.019,48 Euro im Jahr, dem drittgünstigsten Wert in Niedersachsen. Goslar (1.205,66 Euro) und Wolfenbüttel (1.209,27 Euro) liegen knapp über dem Durchschnitt, Salzgitter mit 1.306,70 auf Platz 6 der teuersten Städte. Gifhorn und Helmstedt gehören nicht zu den untersuchten Städten.

Drei-Personen-Haushalt als Grundlage


Bei seinem Ranking hat der Bund der Steuerzahler die Belastung der Wohnnebenkosten für einen Drei-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus in städtischer Randlage (zweigeschossig; mit 120 Quadratmeter Wohn- und 300 Quadratmeter Grundstücksfläche) ermittelt und dabei fünf Kostenfaktoren berücksichtigt: Im Einzelnen sind das die Trinkwasserpreise, die Abfall-, Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren, sowie den Rundfunkbeitrag (bundesweit einheitlich: 210 Euro/Jahr).

Auffällig in Peine sind vor allem die hohen Schmutzwassergebühren. Während Wolfsburg mit 333 Euro im Jahr nur einen Euro über dem Durchschnitt liegt, weist Peine mit 445 Euro einen mehr als doppelt so hohen Wert auf wie Lüneburg (218 Euro) am Ende der Skala.

Wolfsburg hat die geringsten Abfallgebühren


"Bei den Abfallgebühren setzt sich Celle hingegen die unrühmliche Krone auf", so der BdSt. Ganze 459 Euro zahlt der dreiköpfige Musterhaushalt hier pro Jahr für die Müllentsorgung. Mit einigem Sicherheitsabstand folgen Peine (415 Euro) und Salzgitter (412 Euro). "Vielleicht könnten sich die genannten Städte bei ihren Kollegen in Wolfsburg etwas abschauen, denn dort kostet die Abfallentsorgung den Haushalt lediglich 128 Euro im Jahr", schlägt der Bund der Steuerzahler vor. Da könnten selbst Lüneburg (216 Euro), Wilhelmshaven (230 Euro) und Goslar (235 Euro) nicht mithalten.

Allgemein fordert der BdSt die Kommunen dazu auf, die Kosten ihrer kommunalen Leistungen in Schach zu halten. "Sie sind ein wesentlicher Kostentreiber der stetig steigenden Wohnkosten, die die Bürger zunehmend belasten", so das Fazit.


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