Exhibitionist zeigt sich in Video-Chat-Gruppe einer Schule

Betroffen sind mehrere Kinder und Jugendliche aus Edemissen. Der Verdächtige (66) wurde in Brandenburg ausfindig gemacht.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Edemissen. Die Polizei ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs gegen einen Mann, nachdem dieser vor laufender Kamera im Rahmen eines Gruppen-Videoanrufes über einen Messanger-Dienst vor Schülern sexuelle Handlungen an sich vorgenommen hatte. Das teilt die Polizei in einer Pressemeldung mit.



Die Polizei hat zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet, wonach ein Mann in mindestens zwei bekannt gewordenen Fällen während der Videoanrufe sexuell manipulative Handlungen an sich vorgenommen habe. Er habe diese Handlungen jeweils vor einer größeren Anzahl von Schülerinnen und Schülern einer Schule in Edemissen vorgenommen. Die Kinder und Jugendlichen waren im Alter von etwa 10 bis 14 Jahren. Die Vorfälle ereigneten sich jeweils am Abend des 16. und 20. Januars.

Verdächtiger aus Brandenburg


Der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Salzgitter / Peine / Wolfenbüttel hat die erforderlichen Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund der hohen Priorität und Dringlichkeit des Sachverhaltes und nach umfangreichen Ermittlungen konnte der 66-jährige Tatverdächtige im Land Brandenburg ermittelt werden. Eine Durchsuchung seiner Wohnung ist aufgrund eines gerichtlichen Durchsuchungsbeschlusses erfolgt. Über das Ergebnis der Durchsuchung können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

Sachverhalte, die insbesondere Kinder und Jugendliche als Opfer sexueller Handlungen betreffen, haben bei der Polizei immer eine hohe Priorität in der Sachbearbeitung, so Polizeisprecher Matthias Pintak. Weitere Ermittlungsergebnisse können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht genannt werden. Wie der Mann aus Brandenburg in den Klassen-Chat in Edemissen gelangen konnte, ist noch nicht geklärt.

Professionelle Zusammenarbeit gelobt


Die Polizei lobt die sehr professionelle Zusammenarbeit zwischen der betroffenen Schule und der Polizei, der Staatsanwaltschaft Hildesheim und dem Land Brandenburg. Das Präventionsteam der Polizei ist an der betroffenen Schule zugegen, um konkrete Präventionsansätze und Handlungshinweise anzubieten.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang: "Sprechen Sie mit Ihren Kindern über den Sachverhalt, insbesondere wenn diese davon betroffen sind. Bitte zögern Sie nicht, bei Bedarf und Notwenigkeit sich Hilfe bei professionellen Institutionen oder Personen zu suchen. Bitte verbreiten Sie keine aufgenommenen Videosequenzen."

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