Jugendliche können Ideen für Innenstadt einbringen

Der Beteiligungsprozess wird durch Gelder des Landesförderprogramms "Perspektive Innenstadt" ermöglicht.

Stellen die Projektschmiede für Jugendliche vor (v.l.) Saha Onal-Elmas (Wirtschaftsförderung Stadt Peine), Anja Barlen-Herbig (Geschäftsführerin Peine Marketing), Nadine Bläsig (Stadtjugendpflegerin) und Peines Bürgermeister Klaus Saemann.
Stellen die Projektschmiede für Jugendliche vor (v.l.) Saha Onal-Elmas (Wirtschaftsförderung Stadt Peine), Anja Barlen-Herbig (Geschäftsführerin Peine Marketing), Nadine Bläsig (Stadtjugendpflegerin) und Peines Bürgermeister Klaus Saemann. Foto: Peine Marketing

Peine. Jugendliche sollen im Rahmen einer nun gestarteten Projektschmiede Ideen für die Peiner Innenstadt einbringen können. Die Peine Marketing GmbH hat den Startschuss für das Projekt mit dem Namen "Die Peiner Hood - Gestalte deine City" gegeben, wie sie am heutigen Dienstag mitteilte. Das Projekt ist Teil des Landesförderprogramms "Perspektive Innenstadt" und soll mit einer Veranstaltung im März 2023 abgeschlossen werden.


Zum Auftakt hat Bürgermeister Klaus Saemann zusammen mit Peine Marketing-Chefin Anja Barlen-Herbig, Stadtjugendpflegerin Nadine Bläsig und der Wirtschaftsförderin der Stadt Peine, Saha Onal-Elmas, einen Überblick über die Bausteine des Beteiligungsprozesses für Jugendliche gegeben. "Wir konnten mehrere Schulen gewinnen, die sich am Prozess zu beteiligen - dabei sind die Burgschule, die IGS Vöhrum und das Gymnasium am Silberkamp", so Barlen-Herbig. "Auch beteiligen sich alle städtischen Jugendeinrichtungen in der Kernstadt und den Ortsteilen - in Schulen und Jugendtreffs werden wir Workshops durchführen." Es gebe aber auch eine Aktion in der Innenstadt. Darüber hinaus sollen Wunschboxen mit Teilnahmekarten aufgestellt werden - in Schulen, Jugendtreffs, Institutionen, Geschäften und in der Geschäftsstelle von Peine Marketing.

Verschiedene Akteure sollen sich bei Standort-Analyse austauschen


Ein weiterer Baustein des Prozesses ist eine Standort-Analyse der Innenstadt. "Bei einem Stadtrundgang wollen wir in den Dialog mit Fachbereichen und Akteuren der Jugendarbeit kommen", so Barlen-Herbig. "Ziel ist ein Erkenntnisgewinn für alle Seiten, von Hintergründen und teils historischen Begebenheiten über pragmatische Lösungen bis hin zum Verständigen über gute Beispiele aus anderen Kommunen." Die Stadtentwicklung und Jugendpflege sollen sich hier ebenso einbringen können wie die junge Volkshochschule, der Schulelternrat und die Kreisjugendpflege.

Zusätzlich zu den analogen Bausteinen Stadtrundgang, Workshops und Wunschboxen soll es auch die Möglichkeit geben, sich auf der Projektwebseite zu beteiligen. "Die Jugendlichen können sich natürlich auch online einbringen - an einer Online-Befragung teilnehmen und eigene Ideen und Wünsche formulieren, auch können sie Projektvorschläge digital direkt in einer Map verorten und bewerten", so Barlen-Herbig. Auf der Projektwebseite www.projektschmiede-peine.de sollen Informationen zu Terminen, Umfrageergebnisse und Pressemitteilungen veröffentlicht werden, um den gesamten Prozess transparent zu gestalten. Hier soll die Online-Befragung und die so genannte "WikiMap" eingebunden werden, in der Jugendliche Stärken, Schwächen und Handlungsbedarfe in der Innenstadt kommentieren, liken und disliken können. "Bei der Umfrage geht es in erster Linie darum herauszufinden, was Jugendliche an ihrer Innenstadt gut finden, was nicht so gut. Wo es Verbesserungsbedarf gibt oder was sie sich wünschen", sagte Anja Barlen-Herbig.

"Projektschieden" bilden Höhepunkt des Beteiligungsprozesses


Alle Ergebnisse fließen in zwei "Projektschmieden", die im historischen "Schwan" stattfinden werden. Alle Projektideen sollen diskutiert und sortiert werden. Im Anschluss soll eine Prioritätenliste erarbeitet werden, bei der vor allem die Sofortmaßnahmen herausgefiltert werden sollen, "damit wir diese kurzfristig angehen können", so Barlen-Herbig. Die mittel- und langfristigen Maßnahmen sollen mit Vertretern aus Politik und Verwaltung diskutiert und auf ihre Machbarkeit hin geprüft werden.

Im finalen Baustein sollen auf der Projektwebseite die gesammelten Maßnahmen durch "like" und "dislike" bewertet und mit Kommentaren ergänzt werden. "Bei der großen Abschlussveranstaltung im März sollen die Jugendlichen als Paten ihre Projekte öffentlich vorstellen - eingeladen sind dann alle Interessierten", sagte Barlen-Herbig.

Gelder aus Sofortprogramm ermöglichen Beteiligungsprozess


"Ich freue mich außerordentlich, dass nunmehr ein lang gehegter und auch mehrfach eingeforderter Wunsch auf mehr Beteiligung seitens unserer Jugend in Peine begonnen werden kann", sagte Saemann. Er sei gespannt auf das Ergebnis und die nachfolgende Diskussion. "Interessant wird sicherlich der Abgleich zwischen den Vorstellungen unserer Politik mit den Wünschen und Anregungen unserer Jugendlichen." Möglich wird der Prozess, weil sich die Wirtschaftsförderung der Stadt gemeinsam mit Peine Marketing um die Fördergelder des Sofortprogramms "Perspektive Innenstadt" beworben hat. "Ich freue mich sehr, dass wir im Rahmen des Förderprogramms des Landes Niedersachsen "Perspektive Innenstadt" auch ein Projekt einbauen konnten, dass sich gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, die nun aktiv am Transformationsprozess der Peiner Innenstadt mitwirken können", so Onal-Elmas. Realisiert werden sollen die Projekte vor allem über Sponsoring und Fördergelder, hieß es.


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