"Keine Freiheit ohne Impfung": Kurioser Demonstrationszug zog durch Peine

Mit Maleranzügen bekleidet demonstrierten rund 20 Personen nur auf den ersten Blick "für" die Einhaltung der Corona-Maßnahmen. Dahinter steckte jedoch offenbar ein Ablenger der Querdenken-Bewegung.

von Marvin König


Die Demonstrierenden zogen unter anderem um den Marktbrunnen.
Die Demonstrierenden zogen unter anderem um den Marktbrunnen. Foto: Archiv

Peine. In Peine kam es am gestrigen Freitagnachmittag zwischen 15:30 Uhr und 17 Uhr zu einem Demonstrationszug durch die Innenstadt. Die nach Polizeiangaben rund 20 Teilnehmenden waren größtenteils mit Maleranzügen bekleidet, zwei Teilnehmende trugen Sensemann-Kluften. Nach Informationen von regionalHeute.de handelt es sich bei dem von der Polizei als "Walk for Freedom" betitelten Protest um einen Ableger der Querdenker-Bewegung, der sich gegen die Maßnahmen der Regierung gegen die Corona-Pandemie richtet.


Bei "Walk for Freedom" handelt es sich eigentlich um eine internationale Protestform gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und Sklaverei. Die in Peine gesehene Protestform entspricht eher dem Schema der "Schwarze Wahrheiten" Proteste, bei denen uniform - häufig in Maleranzügen - gekleidete Demonstrationsteilnehmer durch Innenstädte ziehen. Ähnliches war bereits in Leipzig und Aachen zu beobachten. Dabei tragen die Teilnehmenden Spruchkarten auf Bauch und Rücken, die sich nur auf den ersten Blick "für" die Einhaltung der Corona-Maßnahmen aussprechen. Neben Sprüchen wie "Spahn ist Top!" und "Bleibt zu Hause" waren auch Aufschriften wie "Keine Freiheit ohne Impfung", "lasst euch chippen" oder "Kein Sex ohne Maske" zu lesen.

Die Versammlung bewegte sich um 16:15 Uhr zunächst um den Brunnen des historischen Marktplatzes, um im Anschluss in einer
Zweierreihe in Form eines Aufzuges die Fußgängerzone der Innenstadt zu passieren. "Ohne besondere Vorkommnisse", wie die Polizei mitteilt, sei die Versammlung um 17 Uhr durch die Versammlungsleiterin für beendet erklärt worden. Auch die geltende Corona-Verordnung sei befolgt worden.


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