Landkreis übt Katastrophenfall


Symbolfoto: Alexander Panknin
Symbolfoto: Alexander Panknin | Foto: Alexander Panknin

Peine. Mitglieder des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Peine trainierten jetzt den Ernstfall. Für eine ganztägige Übung in den Räumen der Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) hatte das Kreisverbindungskommando (KVK) der Bundeswehr in Zusammenarbeit mit einer Vorbereitungsgruppe aus dem Stab eine so genannte Stabsrahmenübung erarbeitet.


Diesmal wurde der Katastrophenfall durch ein fiktives Szenario „Black Out – Stromausfall“ praktisch geübt. Der Ablauf der Übung und die Lageentwicklung orientierten sich grob an dem realen Geschehen im „Münsterländer Schneechaos 2005“, so teilte der Landkreis mit.

Das Übungsziel war unter anderem, die Verfahren der Stabsarbeit des Katastrophenschutzstabes im Hilfseinsatz zu üben und die Hilfeleistung am praktischen Beispiel unter Berücksichtigung der Grundlagendokumente und des jeweiligen Meldewesens zu bearbeiten. „Dabei wurden alle Abläufe von der Alarmierung, über die Koordination und den Einsatz der Hilfskräfte bis zur Herausgabe von Presseinformationen durchgespielt“, erklärt Erster Kreisrat Henning Heiß als Leiter der ersten Schicht des Katastrophenschutzstabes.

Schadensfälle des Alltags haben zwar für die Betroffenen oft katastrophale Auswirkungen, doch handelt es sich hierbei nicht um Katastrophen im eigentlichen Sinne. Erst, wenn durch ein Ereignis erhebliche Sachwerte, die Umwelt oder gar das Leben oder die Gesundheit zahlreicher Menschen gefährdet sind oder die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung in so hohem Ausmaß gefährdet ist, dass es geboten scheint, alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Gefahr unter eine einheitliche Leitung zu stellen, liegt eine Katastrophe im Rechtssinne vor.

An der Übung haben außerdem Fachberater aus den Bereichen Brandschutz, Sanitätswesen, Polizei, Technisches Hilfswerk (THW), Gesundheitsamt und Veterinäramt teilgenommen.

„Die Stabsmitglieder haben diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer täglichen Arbeit übernommen“, erläutert Heiß und lobt in diesem Zusammenhang das Engagement und die Einsatzbereitschaft der Stabsmitglieder sowie der Fachberater während der gesamten Übung. Einen besonderen Dank richtete Heiß an das KVK für die Ausarbeitung der Übung. Die Zusammenarbeit zwischen Stab und KVK habe sich bewährt und werde weiter ausgebaut.


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