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Niedersachsen: FDP-Politikerin sieht Hausarztimpfungen in Gefahr



Uneinheitlich Belieferung: FDP sieht Hausarztimpfungen in Gefahr

Die Braunschweiger Landtagsabgeordnete Susanne Schütz berichtet von Arztpraxen, die nicht einmal den notwendigen Impfstoff für die Zweitimpfungen geliefert bekämen.

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Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

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Niedersachsen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Susanne Schütz, sieht eine der wesentlichen Stützen der niedersächsischen Impfkampagne, die Hausarztimpfung, in Gefahr. Das berichtet die FDP-Fraktion in einer Pressemitteilung. Grund sei eine uneinheitlich Belieferung der Hausarztpraxen über den medizinischen Großhandel.



"Wir sehen Landkreise und kreisfreie Städte, in denen fast 20 Prozent der Bevölkerung durch die Ärzte geimpft wurden und einige, in denen es nur rund 8 Prozent sind", sagt sie. Grund seien wohl auch Lieferungen, die geringer ausfallen, als von den Praxen bestellt. Einige Arztpraxen würden mitteilen, dass sie nicht einmal den notwendigen Impfstoff für die Zweitimpfungen geliefert bekommen", berichtet Susanne Schütz. Dabei seien neben den Impfzentren bislang die niedergelassenen Ärzte die wichtigste Säule der Impfstrategie in Niedersachsen.

"Impfung darf nicht vom Wohnort abhängen"


"Leider konnte die Landesregierung im Gesundheitsausschuss nicht beantworten, weshalb die Verteilung so ungleich ist und wie sich eine ausreichende Belieferung aller Landkreise sicherstellen lässt", sagt Schütz. Sie ergänzt: "Das Ministerium kann sich aber nicht einfach zurücklehnen und erklären, das liege nicht in ihrer Hand. Wenn auch die Rückgabe von Grundrechten von dieser Impfung abhängt, brauchen wir hier Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und ein Ministerium, dass zumindest den Überblick über die Situation hat. Die Landesregierung muss dafür Sorge tragen, dass die Impfung in Niedersachsen nicht vom Wohnort abhängt."


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