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Petition gegen marode Kita: Bürgermeister nimmt Stellung

von Jonas Walter


Die Kita Rosengarten habe Sanierungsbedarf, so die Eltern. Symbolfoto: pixabay
Die Kita Rosengarten habe Sanierungsbedarf, so die Eltern. Symbolfoto: pixabay Foto: Pixabay

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20.06.2018

Gifhorn. Die Stadt Gifhorn plant einen Kita-Neubau für mehrere Millionen Euro. Währenddessen gibt es aber, zumindest nach Ansicht einiger Eltern, erheblichen Nachbesserungs- und Sanierungsbedarf an bereits vorhandenen Einrichtungen. So auch an der Kita Rosengarten. Tatjana Hermann und Vanessa Pruski haben deshalb nun eine Onlinepetition gestartet.


Direkt an Bürgermeister Matthias Nerlich gerichtet fordert die Petition eine Sanierung diverser Objekte in der Kita-Rosengarten. So sei die Heizungsanlage seit mehreren Jahren defekt, die Toiletten wären stark sanierungsbedürftig, die Haustür schließe nicht mehr richtig und auch die Nestschaukel im Außenbereich fehle seit zwei Jahren.

Anstatt sich um einen Kindergartenneubau zu kümmern solle man zunächst etwas für die vorhandenen Einrichtungen tun, um den Kindern eine schöne Zeit in der Kindertagesstätte Rosengarten zu ermöglichen, so das Bestreben der Petition. Nun hat sich auf Anfrage von regionalHeute.de Bürgermeister Matthias Nerlich
 zu der Thematik geäußert.

Der Bürgermeister nimmt Stellung


„Ich sehe einen umfangreichen Sanierungsbedarf der Kita Rosengarten“, erklärt Nerlich. „Das ist auch der Grund, warum im aktuellen Haushaltsplan in der Finanzplanung drei Millionen Euro für das Jahr 2020 für diese Kindertagesstätte vorgesehen sind.“ Der Haushaltsplan wurde im Rat im Januar 2018 verabschiedet. „Die Höhe der Summe zeigt deutlich, wie wichtig es uns ist, die Kindertagesstätte komplett zu sanieren und auf einen modernen Stand zu bringen", so der Bürermeister.

Da es sich um eine umfassende Sanierung handele (Grundsanierung einschließlich Fenster, Türen, Haustechnik (einschließlich WC-Anlagen), Fassade einschließlich Dämmung, alle Räume und Nebenräume mit Boden, Wänden und Decken), sei ein entsprechend langer zeitlicher Vorlauf notwendig. Sanierungen in diesem Umfang könnten nur schwer während des laufenden Kitabetriebes durchgeführt werden, so dass überlegt werden müsse, ob und wohin die Gruppen eventuell ausweichen können.

Große Gesamtmaßnahme in Planung


Von daher mache es wenig Sinn beispielsweise die Heizungs- und Sanitäranlagen kurzfristig zu erneuern, da dies Bestandteil der Gesamtmaßnahme sein werde, erläutert die Stadt Gifhorn. Aus diesem Grund erfolgten derzeit vorrangig Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, wie etwa bei der Heizungsanlage.

Mehrere Maßnahmen erfolgen kurzfristig



Unabhängig davon würden natürlich auch kaputte Spielgeräte ersetzt. Wie die Nestschaukel, die an diesem Freitag montiert werde. Auch der Sandaustausch und andere kleine Maßnahmen seien beauftragt und erfolgen kurzfristig. So wie es anlässlich einer Begehung vor wenigen Wochen in der Kindertagesstätte besprochen worden wäre.

„Sanierung und Kitaneubau sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden“, sagt Matthias Nerlich. „Unsere Aufgabe als Stadt Gifhorn ist es, neue Kitaplätze zu schaffen, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden. Das gelingt uns nur mit Neubauten. Trotzdem werden wir weiterhin notwendige Sanierungen durchführen.“


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