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Pflegereform sorgt für 600.000 Euro Minus im Haushalt



Gifhorn

Pflegereform sorgt für 600.000 Euro Minus im Haushalt

von Sandra Zecchino


Diese Kostensteigerung konnte bei der Haushaltsplanung für das Jahr 2018 nicht erahnt werden. Symbolbild: pixabay
Diese Kostensteigerung konnte bei der Haushaltsplanung für das Jahr 2018 nicht erahnt werden. Symbolbild: pixabay Foto: Pixabay

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Gifhorn. Durch die Pflegereform und das Inkrafttreten der Pflegestärkungsgesetze II und III hat die Zahl der anerkannten Pflegebedürftigen zugenommen. Im Landkreis wird aufgrund dessen im Bereich der stationären Hilfe mit einem Defizit von über 600.000 Euro gerechnet.



Wie der Vorlage zu entnehmen ist, mit der die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration am kommenden Dienstag über die Situation informiert werden, sind 2017 im Vergleich zu 2016 etwa 304.000 Versicherte mehr durch die neue Begutachtung als Pflegebedürftige anerkannt worden.

Die Pflegereform sollte die Pflegebedürftigen und deren Angehörige entlasten. Aber entgegen dieser Absicht des Gesetzgebers steige die Zahlen gerade im stationären Bereich, was auch im Landkreis Gifhorn spürbar ist

Der Eigenanteil der Bewohner wurde erhöht


Nach Überleitung der Pflegesätze von Pflegestufen in Pflegegrade und der Einführung des Einrichtungseinheitlichen Eigenanteils (EEE) stellten die Einrichtungen im Laufe des Jahres 2017 bzw. 2018 fest, dass die in den Vereinbarungen festgelegten Pflegesätze zur Deckung der Kosten nicht ausreichend sind und haben dann zu Pflegesatzverhandlungen aufgerufen, mit der Folge, dass die Pflegesätze und somit auch die von den Bewohnern zu zahlende Eigenanteile gestiegen sind.

Diese Kostensteigerung konnte bei der Haushaltsplanung für das Jahr 2018 nicht erahnt werden, so dass nun für den Bereich der stationären Hilfe zur Pflege mit Ende des Jahres 2018 mit einen Defizit von über 600.000 Euro gerechnet wird.


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