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Pinnwand: Neuer Infopunkt für Flüchtlinge und Ehrenamtliche



Wolfenbüttel

Pinnwand: Neuer Infopunkt für Flüchtlinge und Ehrenamtliche

von Max Förster


Jana Fabrizius (links) und Iliane Meyerhoff weihen die Pinnwand ein. Foto: Max Förster
Jana Fabrizius (links) und Iliane Meyerhoff weihen die Pinnwand ein. Foto: Max Förster Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Am heutigen Freitagvormittag wurde im Willkommenscafé des Roncallihauses offiziell eine Pinnwand eingeweiht, auf der Wünsche und Gesuche von Flüchtlingen und Bedürftigen sowie Freizeitangebote von Ehrenamtlichen ausgehängt werden können.

Seit Oktober zählt das Willkommenscafé rund 2.500 Besucherinnen und Besucher. Viermal die Woche können hier mehrere Räume dazu genutzt werden, einander zu begegnen, gemeinsam Freizeit zu verbringen oder auch Sprachkurse zu besuchen. Aufgrund des hohen Zulaufes bestehen folglich auch viele Bedarfe, erklärte Pfarrer Matthias Eggers vom katholischen Pfarramt St. Petrus. Getragen wird das Projekt vom Willkommenscafé in Kooperation mit der evangelischen und katholischen Kirche, der Caritas, der Diakonie, der Ostfalia und der Stadt Wolfenbüttel. Die Idee dieser Pinnwand, die diese Bedarfe befriedigen soll, kam allerdings von Iliane Meyerhoff (Ostfalia Wolfenbüttel) und Jana Fabrizius (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), die ihre Praktika im Willkommenscafé absolvieren. Die Pinnwand soll zwei Aufgaben erfüllen. Zum einen gibt es den Bereich "Verschenken/Suchen" und zum anderen den Bereich "Freizeitaktivitäten"

Verschenken/Suchen


In diesem Bereich können Flüchtlinge, aber auch andere Bürgerinnen und Bürger beispielsweise Wünsche anbringen, wie etwa Fahrräder, Fußballschuhe oder andere Dinge. Zudem können Besucher und Ehrenamtliche Sachen an die Wand pinnen, die sie verschenken wollen. Hierzu liegt eine Vielzahl an Blättern bereit, auf denen lediglich der Gegenstand, die Kategorie sowie die Kontaktdaten notiert werden. Seit vorgestern kann die Pinnwand benutzt werden "und es wurde in der kurzen Zeit schon sehr gut angenommen", sagte Iliane Meyerhoff. Die Flüchtlinge sollen dabei versuchen, die Zettel selbst auszufüllen. Dies passe dann auch gut zu dem Konzept der Einrichtung, erklärte Pfarrer Matthias Eggers, denn das "Willkommenscafé ist auch sowas wie Sprachanbahnung".

Freizeitaktivitäten


Im zweiten Bereich können Ehrenamtliche Ideen und Angebote für Freizeitaktivitäten an der Pinnwand aushängen. Die Koordination läuft dann über Viola Bischoff. Hier werden die Vorschläge eingereicht. Zusammen wird dann ein Fragebogen ausgefüllt, aus dem das Angebot, die Eckdaten, die Zielgruppe und die Teilnehmerzahl hervorgehen, erklärten die Praktikantinnen. Ist der Bogen erstellt, wird er an die Wand gepinnt und mit einer Teilnehmerliste versehen. Zielgruppen seien hier nicht nur Flüchtlinge, sondern auch andere Ehrenamtliche, für die beispielsweise Workshops interessant sein könnten, wie etwa Erste-Hilfe- oder Hygienekurse.


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